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Solidaritätsresolution mit den von Repression betroffenen Arbeitern in der Ukraine

Erste Regionalkonferenz der gemeinsamen Initiative revolutionärer Parteien und Organisationen für die Schaffung einer „internationalen Organisationsform zur Koordinierung der Aufgaben im marxistisch-leninistischen Parteiaufbau und Klassenkampf“ (ICOR) in Europa Dezember 2008

Solidaritätsresolution mit den von Repression betroffenen Arbeitern in der Ukraine

 

Derzeit findet in der Ukraine unter den Bedingungen der Krise eine wenngleich noch sehr bescheidene Wiederbelebung der Arbeiterbewegung statt. Arbeiter der verschiedenen Unternehmen begannen damit, auf die Meinungen der bestehenden Arbeiteraktivisten und Organisationen zu hören. Aus Angst vor einer Stärkung der unabhängigen Arbeiterbewegung, versuchen die Kapitalisten bereits im Vorfeld Einfluss zu nehmen.

Kürzlich fanden in mehreren Städten gleichzeitig Vergeltungsakte statt. In der Stadt Mariupol (dem großen metallurgischen Zentrum in der Donetsk Region) haben die Eigentümer des Metallurgischen Kombinats die Führer einer kleinen unabhängigen Gewerkschaft entlassen, die die Arbeiter zu Protesten gegen Lohnkürzungen aufgerufen hatte. Darüber hinaus haben sie unter offener Einschüchterung die Verhaftung und Entfernung aus einer Fabrik nicht nur durch private Sicherheitsleute, sondern auch durch eine Einheit der mit Maschinengewehren bewaffneten Milizen bewirkt. In Kiew hat eine Gruppe von Sicherheitskräften einer Flugzeugfabrik unter Androhung von Waffengewalt gegen unsere Genossen versucht, diese vom Verteilen unserer Zeitung „Arbeiteraktion“ abzuhalten. Zur Unterstützung der Sicherheitsleute wurden die bewaffneten Milizen gerufen, die versuchten, unsere Genossen zu verhaften. Das ist längst nicht der erste Fall in den Fabriken Kiews.

Die größte der bestehenden Kampfgruppen der Arbeiterbewegung der Ukraine – die Unabhängige Bergarbeitergewerkschaft (NPG) der Mine „Imeni Barakova“ (in der Region Lugansk) ist den schärfsten Angriffen ausgesetzt. Zu den Aktivitäten der Gewerkschaft gehören einige Streiks, die Massenaktionen auf der Straße und Protestcamps. Unter den <!-- @page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } P { margin-bottom: 0.21cm } --> Mitgliedern dieser Gewerkschaft werden 100 bis 150 Ausgaben unserer Zeitung „Arbeiteraktion“ regelmäßig verbreitet. Diese Gewerkschaften hat geholfen und hilft noch immer bei der Schaffung kämpferischer Gewerkschaften in anderen Städten und Siedlungen in der Region von Lugansk. Diese Gewerkschaft ist nicht nur bei der Verwaltung, sondern auch den Minenbesitzern in der ganzen Region verhasst.

Einer ihrer Aktivisten wurde vor einigen Jahren ermordet, ein weiterer wurde so brutal zusammen geschlagen, das er schwer geistig behindert ist. Der Privatbesitzer der Minen (der Milliardär Renat Akhmetov) trachtet danach, die Gewerkschaften zu zerschlagen, um damit den verschiedenen Arbeitern anderer tausender Minenkollektive zu zeigen, dass die Arbeiterorganisationen nicht in der Lage sind, sich selbst zu schützen.

Unter Brechung jeden Rechts wurden der Vizepräsident der NPG Michail Mikerin und die Mitglieder des Gewerkschaftskomitees Lyudmila Kotvitskaja, Vladimir Panchenko und Grigory Tkach entlassen. Örtliche Gerichte und der oberste Gerichtshof führen den Willen der Minenbesitzer aus und haben verschiedentlich die Wiederseinstellung von Gewerkschaftsaktivisten abgelehnt.

Wir erklären uns solidarisch mit den entlassenen Arbeiterinnen und Arbeitern und fordern die Rücknahme der Repressalien, die Wiedereinstellung der Kolleginnen und Kollegen und das Recht auf freie gewerkschaftliche und politische Betätigung im Betrieb.

Einstimmig von den Teilnehmern an der Regionalkonferenz der ICOR in Europa verabschiedet

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