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9. Herbstdemonstration gegen die Regierung in Berlin

Aufrufentwurf für die 9. Herbstdemonstration gegen die Regierung in Berlin am 6. Oktober 2012
Wann 06.10.2012
von 08:00 bis 23:00
Wo Berlin
Termin übernehmen vCal
iCal


International gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf den Rücken der
Völker! Für eine lebenswerte Zukunft! Auf nach Berlin – das Volk sind wir!
Seit acht Jahren protestieren Montag für Montag Tausende auf den Montagsdemos gegen die Hartz-
Gesetze. Die sich in Deutschland sozial gebende Merkel-Regierung fährt in Europa ein gnadenloses Kür-
zungsprogramm gegen die Massen. So gibt es viele Gründe gegen diese Regierung auf die Straße zu ge-
hen. In unserem Land fordern zwei Drittel aller Menschen nach wie vor:
Weg mit den Hartz-Gesetzen! Weg mit Hartz IV!
Seit deren Einführung sind in
Deutschland die Reallöhne um 7 % gesunken. Millionen Menschen müssen die Aufstockung ihres Lohnes
auf Hartz IV beantragen und damit auf ein Niveau, das selbst unter der offiziellen Armutsgrenze der OECD
liegt. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Geringverdienern und von Armut betroffenen Menschen
sank in den letzten zehn Jahren um 2 auf 75,5 Jahre. In den Betrieben steigen Ausbeutung und Mobbing
ins Unerträgliche. Wir fordern die Erhöhung der Löhne und Gehälter, die unbegrenzte Fortzahlung des
Arbeitslosengeldes für die Dauer der Arbeitslosigkeit, eine existenzsichernde, schikanefreie Sozialunterstüt-
zung, weg mit der Rente mit 67 sowie die Einführung der 30 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich und
einen gesetzlichen Mindestlohn von derzeit 10 € die Stunde.
Die Mehrheit verlangt: Alle Kernkraftwerke stilllegen – weltweit, sofort!
Seit Fukushima nehmen die Montagsdemos als Tage des Widerstands verstärkt den Kampf gegen die Zer-
störung unserer Lebensgrundlagen auf. Wir warnen die Regierenden davor, die »Energiewende« im Inte-
resse der Monopolprofite zurückzudrehen. Als Teil einer weltweiten Bewegung fordern wir die sofortige
Umstellung auf dezentrale erneuerbare Energien und Kreislaufwirtschaft!
Im engen Bündnis mit vielen Friedenskämpfern treten wir gegen imperialistische Kriege und Aggressionen
ein. Angesichts der aktuellen Kriegsgefahr: Hände weg von Syrien und dem Iran! Bundeswehr raus aus
Afghanistan!
Wir fühlen uns verbunden mit den Streiks und mächtigen Demonstratio-
nen in vielen europäischen Ländern, wo sich Millionen Menschen gegen europaweit koordinierte Krisen-
programme wehren! Ihnen gilt ebenso unsere Solidarität wie auch den Aufständen der nordafrikanischen
und arabischen Bevölkerung gegen ihre Unterdrücker im Kampf für Freiheit und Demokratie!
Wir, die Montagsdemos
haben mit unserer Präsenz auf den Straßen, dem offenen Mikrofon,
Überparteilichkeit und weltanschaulichen Offenheit auf antifaschistischer Grundlage, mit unseren jährlichen
Bundesdelegiertentreffen und Herbstdemonstrationen gegen die Regierung zu einer Demonstrationskultur
beigetragen, die uns als Tag des Widerstands etabliert. Darauf sind wir stolz. In vielen Kämpfen sind wir
dabei und geben auch Anstöße, ob im Streik der Opel-Arbeiter, bei Stuttgart 21, immer Montags gegen
Flughafenausbau oder beim Protest der Milchbauern. Auch grenzübergreifend, sei es mit den griechischen
Stahlarbeitern, den russischen Automobilarbeitern, den Bergleuten in Peru und Spanien oder mit den in
Deutschland lebenden Migranten.
Bündeln wir deutschlandweit und über Ländergrenzen hinweg unseren Widerstand gegen die
EU-Krisenprogramme der Regierungen! Wir versichern der Bundesregierung, ob schwarz/gelb,
rot/grün, – wir werden gegen die Hartz-Gesetze protestieren, bis sie vom Tisch sind! Wir lassen uns unsere
Würde und Visionen nicht nehmen. Wir kämpfen für eine lebenswerte Zukunft für uns und unsere Kinder!
Arbeiter, Angestellte und Erwerbslose, Umweltschützer, Frauen und Ju-
gendliche – Am 6. Oktober: Auf nach Berlin!
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