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Aufruf der YEK-KOM zur Unterstützung des Hungerstreiks und Brief an den Generalsekretär des Europarats

von *YEK-KOM* Föderation der kurdischen Vereine in Deutschland e.V., 13. April 2012

*AN ORGANISATIONEN, VEREINE, INSTITUTIONEN, NICHTREGIERUNGSORGANISATIONEN NGO´S, ETC.*

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

mit dieser E-Mail bitten wir Sie / Euch um Ihre / Eure Unterstützung.

Gerne möchten wir entsprechend der aktuellen Lage in Kurdistan und der Türkei den angehängten Brief an den Generalsekretär des Europarates senden.

Der Brief soll kurzfristig beim Generalsekretär eingereicht werden. Gerne können Sie / Ihr den Brief individuell einreichen bzw. Ihren / Euren eigenen Brief aufsetzen.

Gerne können Sie / Ihr den Brief an entsprechende Organisationen, Institutionen, Vereine, etc. die Ihrer / Eurer Meinung nach mit berücksichtigt werden sollten weiterleiten.

In diesem Sinne: *>>Unsere Kraft und Stärke war, ist und bleibt die Solidarität!<<*

Über Ihre / Eure kurzfristige Rückmeldung würden wir uns sehr freuen und verbleiben

mit solidarischen Grüßen

Yüksel Koc

Vorstandsvorsitzender *YEK-KOM* Föderation der kurdischen Vereine in Deutschland e.V.



Sehr geehrter Herr Generalsekretär

Seit dem 1. März 2012 befinden sich in Straßburg 15 Kurdinnen und Kurden in einem unbefristeten Hungerstreik, mit dem sie gegen die Politik des türkischen Staates gegenüber dem kurdischen Volk protestieren.

Obwohl die kurdische Frage das Hauptproblem der Türkei darstellt, wurde sie bislang nicht gelöst. Der Hauptgrund hierfür ist die Verweigerung der Anerkennung der universellen Rechte und Freiheiten für die kurdische Bevölkerung durch den türkischen Staat. Allein auf dem Staatsgebiet der Türkei leben ca. 15 Mio. Kurden. Infolge einer auf militärische Gewalt zentrierten Politik haben bislang zehntausende kurdische und türkische Menschen ihr Leben verloren; Millionen von Kurden wurden aus ihrer Heimat vertrieben.

Das kurdische und das türkische Volk, wie auch weitere in der Türkei lebende Völker, sehnen sich nach einer friedlichen und demokratischen Lösung der kurdischen Frage.

es/?set_language=esAnsprechpartner für die Lösung der kurdischen Frage sind gegenwärtig die AKP- Regierung und Abdullah Öcalan. Die Tatsache, dass die AKP in der Türkei alleine die Regierung stellt, und dass Herr Öcalan von einem Großteil der Kurden als politischer Vertreter akzeptiert wird, bewirkt, dass diese beiden Parteien die Hauptakteure und Schlüsselfaktoren für eine politische Lösung des Konfliktes sind. Daher fand in den letzten Jahren eine Phase des Dialogs und der Verhandlungen zwischen dem türkischen Staat und Herrn Öcalan statt. Auch wenn eine positive Entwicklung ihren Anfang nahm, scheiterten die Bemühungen schließlich. Seit dem 27. Juli 2011 wird eine totale Isolationspolitik gegen die Gefangenen auf der Gefängnisinsel Imrali praktiziert, in deren Rahmen Abdullah Öcalan auch sämtliche Anwaltsbesuche verweigert werden. Im Dezember 2011 wurden zusätzlich 36 Anwälte Abdullah Öcalans inhaftiert.

Sehr geehrter Herr Generalsekretär,

die Tatsache, dass bezüglich der kurdischen Frage erneut eine Politik des Krieges und der völligen Isolation seitens der türkischen Regierung praktiziert wird, versetzt die Kurden und die Öffentlichkeit in Europa verständlicherweise in große Sorge. Das Leben, die Gesundheit sowie die es/?set_language=esSicherheit von Herrn Öcalan sind dabei von zentraler Bedeutung. Gegenwärtig sind der Europarat und das CPT die einzigen Institutionen, die diese Sorgen der kurdischen Bevölkerung bezüglich der Situation von Herrn Öcalan aufheben können.

Auch wir teilen diese Sorge und rufen das CPT dazu auf, schnellstmöglich auf die Gefängnisinsel Imrali zu fahren, die Situation von Herrn Öcalan vor Ort zu untersuchen und die Ergebnisse ihrer Reise und Untersuchung der Öffentlichkeit mitzuteilen.

Verehrte Exzellenz,

folglich rufen wir den Europarat und Sie in ihrer Funktion als Generalsekretär dazu auf, die kurdische Frage auf ihre Tagesordnung zu nehmen und sich mit allen ihren Möglichkeiten für deren Lösung mittels eines Dialogs einzusetzen.

In der Erwartung und Hoffnung, dass unsere Bedenken und Forderungen Gehör finden, verbleiben wir,

 

Hochachtungsvoll,

YEK-KOM - Föderation Kurdischer Vereine in Deutschland e.V. / info@yekkom.com
Civaka Azad - Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V. /
info@civaka-azad.org
YXK - Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V. /
info@yxk-online.com
CENI - Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V. /
ceni_frauen@gmx.de
ISKU - Informationsstelle Kurdistan e.V. /
is.yahoo.com/config/login_verify2?.intl=de&.src=ym&rl=1ku@nadir.org

KURD-AKAD - Netzwerk kurdischer AkademikerInnen e.V. / info@kurd-akad.de

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