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Einladung zur 1. internationalen Bergarbeiterkonferenz

von Internationale Vorbereitungsgruppe 1. IMC, 21.3.2012

 

 

 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde,


hiermit laden wir euch zur Teilnahme an der 1. internationalen Bergarbeiterkonferenz ein, die vom 1. bis 3. März 2013 in Arequipa / Peru stattfinden soll.
Der Vorschlag für eine internationale Bergarbeiterkonferenz rührt von dem 3. Internationalen Bergarbeiterseminar im August 2008 in Gelsenkirchen (Deutschland) her. Das Ziel ist es, mit der 1. internationalen Bergarbeiterkonferenz eine Organisationsform zur Koordinierung und Kooperation der kämpferischen und klassenkämpferischen Bergarbeiterbewegung der weltweit ca. 21 Millionen Bergleute  auf den Weg zu bringen.  
Inzwischen hat sich eine internationale Vorbereitungsgruppe konstituiert, die euch auffordert, sich an dem notwendigen Diskussions- und Vorbereitungsprozess zu beteiligen.
Seit Beginn der Weltwirtschaftskrise 2008 forcieren die internationalen Übermonopole eine Neustrukturierung des Bergbau- und Energiesektors mit dem Ziel, die Konkurrenz zu vernichten, die Ausbeutung der Lohnarbeiter und der natürlichen Ressourcen zu steigern und mit weltumspannenden Fusionen weltmarkbeherrschende Konzerne zu bilden. Dies führt zu gravierenden Einschnitten in die Lebensverhältnisse der Bergleute, ihrer Familien und der ganzen Bevölkerung in den Bergbauregionen bzw. der vom Bergbau betroffenen Länder. Ganze Landstriche werden verwüstet, die Flüsse vergiftet, die internationalen imperialistischen Konzerne holen die Schätze der Erde aus den Ländern, es werden Kriege um die Beherrschung der Rohstoffquellen geführt. Mit einer ungeheuren Vergeudung von Energie und Rohstoffen wird Raubbau betrieben und mit der Verbrennung fossiler Energien wesentlich zur menschheitsbedrohenden Veränderung des Weltklimas beigetragen. In anderen Regionen werden zehntausende arbeitslos, die Arbeitsbedingungen der Bergleute werden teilweise drastisch verschlechtert oder die Sicherheit in den Bergwerken wird vernachlässigt, was jedes Jahr zu tausenden verunglückten Bergleuten führt. Es wird zwischen Stammbelegschaften und Leiharbeitern (Contractors) gespalten, bisher staatliche Zechen werden privatisiert, wodurch die Bergleute angestammte Rechte verlieren.
Im abgelaufenen Jahr 2011 fanden machtvolle Streiks und Kämpfe von mehreren Hunderttausend Bergleuten unter anderem in Südafrika, Chile, Peru, Australien, Indonesien und Polen für höhere Löhne sowie um politische und gewerkschaftliche Rechte statt. Häufig wurden diese Kämpfe mit aller Härte geführt, der Staatsapparat schreckte in einigen Ländern auch vor toten und verletzten Bergleuten oder Verhaftungen nicht zurück. Die Proteste der Bergleute wurden zum Bestandteil des länderübergreifenden Kampfes für Freiheit und Demokratie. Zeitweise bestimmten in verschiedenen Ländern die Kämpfe der Bergleute das politische Leben, in anderen Ländern gibt es Widerstand gegen die Vertreibung der Bevölkerung von ihrem Land um Über-Tage Bergbau zu betreiben. Teilweise richteten sich diese Kämpfe in verschiedenen Ländern gegen die gleichen internationalen Bergbaukonzerne.
In diesem Zusammenhang wurde in Lima/Peru am 14. und 15. März die Vorbereitungsversammlung für die Internationale Bergarbeiterkonferenz durchgeführt, an der Stefan Engel teilnahm und ungefähr 30 Bergarbeiter-Basisorganisationen. Mit Entschiedenheit und Begeisterung wurde bestätigt, die 1. Internationale Bergarbeiterkonferenz zu unterstützen und am 1., 2. und 3. März 2013 in der Stadt Arequipa in Perú durchzuführen.
Es wird deutlich, dass die Bergleute und die Menschen in den Bergbauregionen international zusammenarbeiten und ihre Verantwortung wahrnehmen müssen um auf die Entwicklung dieser Welt im Interesse aller Ausgebeuteten und Unterdrückten für eine lebenswerte Zukunft Einfluss zu nehmen. Mit der Konferenz soll ein Prozess der Koordinierung und Kooperation der Bergarbeiterkämpfe über Ländergrenzen hinweg begonnen werden, um die in den einzelnen Ländern und Regionen sehr unterschiedlichen Erfahrungen zusammenzubringen, auszutauschen und höherzuentwickeln. Die internationale Solidarität ist eine große Kraft, die notwendig ist für den Erfolg der Bergarbeiterkämpfe.
Beratet daher bitte in eurer Organisation, ob und wie ihr euch an der Konferenz beteiligen wollt, welche Vorschläge und Fragen zum Zweck und zum Ablauf der Konferenz ihr habt, welche Verantwortung ihr übernehmen könnt.
Ladet auch weitere Organisationen der Bergleute, ihrer Familien und der Bevölkerung aus den Bergbauregionen ein: Frauenorganisationen, Umweltorganisationen etc.
Bitte teilt uns das bis spätestens zum 30. April 2012 mit.

Mit einem herzlichen Glück Auf!
i.A. der IPG

Stefan Engel
-internationaler Hauptkoordinator-
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