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Erklärung des Gewerkschafts-Solidaritätskomitee zum Vorfall bei Maruti Suzuki Manesar

Eine Information, zur Verfügung gestellt vom ICOR-Hauptkoordinator

Gewerkschafts-Solidaritätskomitee

6, Neelkanth Apartments, Gokuldas Pasta Road,

Dadar (E), Mumbai. Phone No. 022- 24150750

20. Juli 2012: Arbeiter und Gewerkschaften waren entsetzt, als sie am 19. Juli 2012 erneut Berichte über die Wende der Ereignisse beim Maruti Suzuki-Werk in Manesar erreichten.

Der Großteil der Medienberichte drehten sich um den tragischen Tod von Marutis HR-Manager (Anm. Übers.: HR=human resources = Personal-) aufgrund der Unruhen im Werk. So war auch in der Vergangenheit das Muster der Berichte, als die Maruti-Arbeiter vor einigen Monaten mit Agitation aktiv wurden, und das Recht forderten, eine Gewerkschaft ihrer Wahl zu bilden. Die Industrie und die Medien neigen dazu, solche Vorfälle als wachsende Militanz der Arbeiter auszumalen statt als Arbeiterwiderstand gegen die ungezügelte Ausbeutung und für den Schutz ihrer legitimen Rechte, Ehre und Würde.

Die Arbeiter, die den Reichtum schaffen, Wert vermehren und der Nation Wohlstand bringen, werden als bloßer Kostenfaktor dargestellt, als notwendiges Übel, eine Ware, die man leicht entsorgen und entbehren kann. Was am Horizont von Maruti auftaucht, hat sich in rascher Folge vorher in mehr oder weniger ähnlichen Vorfällen bei Noida und Coimbatore und später im Januar 2012 bei Yanam (Pondichery) ereignet, wo der Gewerkschaftsführer der Regal Keramik Fabrik, Murali Mohan, bei einem brutalen Lathi-Angriff (Anm. Übers.: ein militärischer Übergriff der Polizei, mit dem Menschenmengen zerstreut werden) getötet wurde, was in der Gegend zu Brandstiftung führte und zum tragischen Tod von Fabrikmanager Chandra Sekhar. Diese Vorgänge, die Ergebnis einer höchst widerwärtigen Arbeitspolitik sind, welche von der Industrie mit einer doppelten Dosis von Personal- Arroganz betrieben wird, werden voll und ganz vom Staat unterstützt.

Wachsender Einsatz von Muskelkraft im Namen der Personalsicherheit und Türsteher am Arbeitsplatz sind zur Norm geworden bei ihrem Versuch, die Arbeiter einzuschüchtern. Berichte enthüllen, dass das Management von Maruti Suzuki in Manesar 200 Türsteher eingesetzt hat, um am 18. Juli die Arbeiter im Werk zu disziplinieren, was eine sofortige Reaktion der Arbeiter auslöste. Türsteher sind nichts anderes als Schläger. Die Arbeiter von Maruti schlugen gegen die Schläger zurück.

Das gewerkschaftliche Solidaritätskomitee in Mumbai schließt sich dem Schmerz an, den die Gewerkschaft der Maruti Suzuki-Arbeiter zum Ausdruck gebracht hat. Hunderte von Arbeitern sind verletzt, wurden in Krankenhäuser eingeliefert und verhaftet als Folge der arbeiter- und gewerkschaftsfeindlichen Politik, die vom Maruti-Management und von der Regierung von Haryana verfolgt wird. Die Regierung von Haryana hat das Maruti-Management und all seine schändlichen Aktionen gegen die Arbeiter auf unverschämte Weise unterstützt.

Wir drücken unsere Solidarität mit den kämpfenden Arbeitern des Maruti Suzuki-Werks in Manesar aus und rufen das Maruti-Management auf, seine Politik der JAGD AUF ARBEITER zu beenden. Wir fordern auch die Regierung des Haryana-Bundesstaats auf, ihre unverhohlene Unterstützung des Maruti-Managements aufzugeben.

Wir glauben, dass solch ein Wandel grundlegend ist, damit industrieller Frieden in der Region Wirklichkeit wird, wo die Arbeiter zur Arbeit zurückkehren und somit einen reibungslosen Betrieb der Fabrik gewährleisten können.

 

N. Vasudevan

(Funktionär des TUSC)

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