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Finanzbericht der ICOR (Auszüge)

1. April 2014


1 – Ausgehend von den 6 Prinzipien der Verwaltung der Finanzen der ICOR, die im Statut der Gründungskonferenz festgelegt sind, konnte das internationale Koordinierungskomitee die Strukturen der Einnahmen und Ausgaben nach und nach entwickeln.

2 – Die Struktur der Ressourcen der Finanzierung, die nach außen unabhängig ist und unter den ICOR Mitgliedern solidarisch, beruht auf drei Hauptsäulen: die erste betrifft die Mitgliedsbeiträge jeder revolutionären Partei und Organisation, die zweite die Spenden und Zuwendungen , die dritte den Verkauf von Produkten des Kunsthandwerks oder ähnlichem aus den verschiedenen Ländern der ICOR-Mitglieder.

3 – Bis Ende März 2014 gingen Beiträge von den meisten der 45 Mitgliedsparteien und -organisationen der ICOR ein. So beläuft sich der Gesamtbetrag der in den 5 Jahren eingegangenen Beiträge auf über 22.000 Euro, das sind durchschnittlich um die 5.000 Euro pro Jahr.

4 – Im Vergleich zur Höhe der Ausgaben, die sich in den 5 Jahren auf über 135.000 Euro beliefen (einschließlich der Kosten der 1. Konferenz), das sind durchschnittlich 28.000 Euro pro Jahr, konnten die durchschnittlichen Jahresbeiträge nur 16 % der durchschnittlichen jährlichen Ausgaben decken.

5 – Deshalb sah sich das internationale Koordinierungskomitee dazu gezwungen, auf andere außerordentliche Mittel der Finanzierung zurückzugreifen, um die Lücke zu füllen, die zwischen den Beiträgen und den Ausgaben besteht. Diese anderen Mittel sind Kredite, Spendenkampagnen und der Verkauf von Kunsthandwerk.

6 – Der größte Teil der Kredite während der Jahre 2010, 2011 und 2012 wurde hauptsächlich von der MLPD, einem aktiven ICOR-Mitglied, angeboten. Die Rückzahlung dieser Kredite erfolgte schrittweise durch Spendensammlungen.

7 – Der Gesamtbetrag der gesammelten Spenden in den letzten 5 Jahren beläuft sich auf über 91.000 Euro, das sind im Jahresdurchschnitt 18.000 Euro.

8 – Eine andere Form der Finanzierung, die sich als viel versprechend erwiesen hat, ist die Vermarktung von kunsthandwerklichen Produkten.Auch wenn diese Möglichkeit erst seit kurzem intensiviert wurde, kann das zu einer verlässlichen Einnahmequelle werden. Der Verkaufserlös dieser Produkte während der letzten 5 Jahre ergab 3.372,52 Euro an Spenden. Weitere Verkaufserlöse wurden auf Beitragszahlungen einer Reihe von Mitgliedsorganisationen angerechnet.

9 – Das ICC hat auf seiner Sitzung am 21. Juni 2011 die Modalitäten der Aufteilung der Beiträge und Spenden zwischen der ICC und den CCCs beschlossen. Danach wurden sie entsprechend dieser Festlegungen folgendermaßen aufgeteilt:

50 % aller Einnahmen an die zentrale Kasse, was sich auf über 55.000 Euro belief

30 % aller Einnahmen an die Kontinentalkassen, was für das CCC Europa über 29.000 ausmachte

Andererseits wurde das geringe Aufkommen von 30 % der Einnahmen der CCC Asien, Amerika und Afrika durch den Betrag von 20 % aus dem Ausgleichsfond kompensiert, was die Zuwendung an jede CCC auf über 7.000 Euro anhob.

Entsprechend diesem Beschluss haben alle CCCs ihre eigenen Kassen ab dem 1.1.2012 verwaltet und regelmäßig Berichte und Belege an den Kassenverantwortlichen des ICC geschickt.

10 – Seit dem 6. Oktober 2010 entwickelten sich die Ausgaben der ICOR entsprechend den von ihr und ihren Mitgliedern unternommenen Aktivitäten, sowohl auf zentraler als auch auf kontinentaler Ebene.

11 – Die Erhöhung der Ausgaben war die materielle Widerspiegelung der zahlreichen Aktivitäten unserer Organisation weltweit. Drei Ausgabenbereiche erscheinen hier als wesentlich: erstens die Ausgaben für die Büroverwaltung des zentralen Büros der ICOR; zweitens die Kosten für die Reisen und Treffen der Mitglieder des ICC und des Sekretariats des ICC. Der dritte Bereich betrifft Ausgaben für die Kosten von Kontinentaltreffen. Die verschiedenen Ausgaben haben sich seit 2010 jährlich erhöht und zwar wie folgt: 37.000 im Jahre 2010, 27.000 in 2011, 23.000 in 2012, 28.000 in 2013, 19.000 in 2014.

12 – Die meisten Ausgaben fallen auf das zentrale Konto, und man kann feststellen, dass die Ressourcen des zentralen Kontos (55.000 Euro) nur 40 % der Gesamtausgaben decken (135.000 Euro); der größte Posten der Ausgaben sind die Kosten für die Konferenzen (59.000 Euro) und Reisekosten (55.000); die Defizite werden oft durch Kredite und Spendenkampagnen gedeckt.

13 – Dem 2. ICC wird vorgeschlagen die Kasse der ICOR von mindestens zwei Personen verwalten zu lassen, denn die rasche Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben wird die Verantwortung der gewählten Finanzverantwortlichen weiter erhöhen. Das macht die ständige Anwesenheit einer Gruppe von Kassenführern erforderlich, die die Kasse täglich mit wissenschaftlichen Methoden der Buchführung führen.

14 – Die Bilanz der Kassenführung des ICC ist heute positiv, denn unter Abzug der Kosten für die 1. Konferenz (37.000) verzeichnet die Bilanz zwischen den Gesamteinnahmen (107.000 Euro) und aller Ausgaben des ICC (98.000 Euro) seit seiner Wahl einen positiven Betrag von 9.000 Euro.

15 – Der Kassenprüfer, der auf der 1. Konferenz gewählt wurde, hat zwei Bilanzen geprüft, das erste Mal im Mai 2013, das zweite Mal am 1. April 2014. Beide Ergebnisse waren positiv.

16 – Die Finanzpolitik des ICC hatte zuallererst das Ziel sich der enormen Kredite während der ersten beiden Jahre zu entledigen. Dann hat das ICC die Einnahmestrukturen verbessert und dabei seine finanzielle Unabhängigkeit verstärkt, was wiederum seine politische Unabhängigkeit verstärkt. Die gewonnene Erfahrung hat dem ICC ermöglicht seine Verwaltung der Ausgaben weiter zu rationalisieren und unnötige Ausgaben maximal zu verringern.


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