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Gegen die Umzingelung Rojavas's durch einen Graben

aus dem Internationalen Bulletin Nr. 139 der MLKP, 1. Mai 2014

Rojava ist Westkurdistan oder mit anderen Worten syrisches Kurdistan. Das kurdische Volk Rojava's hat unter Führung der PYD die demokratische Revolution durchgeführt. Am 19. Juli 2012 hat sie in den wichtigsten Städten und Kreisen von Syrien entlang der türkischen Grenze die einheitliche demokratische Macht der Völker errichtet.

Die in der Region lebenden Völker, in erster Linie Kurden, Assyrer, Araber, Tscherkesen und Alewiten haben sich auf der Grundlage der gleichen Rechte und für den Schutz der Region gegen den reaktionären Krieg und für ein demokratisches Syrien vereinigt. Sie haben in den Kantonen Cezire, Kobani und Afrin ihre demokratische Selbstverwaltungen errichtet.

Während die werktätigen Völker sich in Kommunen, in Dörfern, in Stadtvierteln organisiert und an der Führung beteiligt haben, haben die Völker ihre unterschiedlichen Volksparteien organisiert und die YPG (Einheiten der Volksverteidigung) und die YPJ (Einheiten der Frauenverteidigung) haben, um die Revolution zu schützen, die bewaffneten Kräfte organisiert.

Die Rojava-Revolution schützt sich durch zähen Widerstand und mit Gefallenen gegen die seit über zwei Jahren andauernden Angriffe, der reaktionären Kräfte, mit schweren Waffen. Unsere Partei fühlt sich geehrt, weil sich unter den Gefallenen der Rojava-Revolution auch Serkan Tosun, Mitglied unserer Partei MLKP, befindet. Unsere Partei kämpft mit den Kräften der Rojava-Revolution zusammen und wird weiter kämpfen.

Die kolonialistische Regierung in Ankara hat, um die Rojava-Revolution zu zerschlagen, mit großen militärischen Kräften, Kriegspläne gegen Syrien vorbereitet. Sie versuchte, einen gemeinsamen imperialistischen Besatzungsbeschluss, wie in Libyen, mit den USA, der EU und der NATO zu erlangen und auf diesem Weg in Rojava einzudringen und die Revolution zu zerschlagen.

Aber dieser mörderische Plan konnte nicht verwirklicht werden. Jetzt schult und bewaffnet die kolonialistische Regierung in Ankara Organisationen wie ISIS (Irak-Damaskus islamischer Staat), Al Nusra-Front im Kreise von Al Kaida, die Freie Syrische Armee, die Organisationen, die sich 2013 in der Islamischen Front vereinigt haben und Saudi Arabien nahe stehen und sie lässt sie sowohl gegen das Baath-Regime, als auch seit über einem Jahr gegen die Rojava-Revolution für sie kämpfen.
 
Seit dem letzten Jahr hat die Rojava-Revolution gegen die zermürbenden Kriegsaggression der AKP-Diktatur mit Opfern und Entschlossenheit Widerstand geleistet, gesiegt und sich gegen diese Aggressionen geschützt.


Und jetzt redet man über die Anwendung der chemischen Waffen wie Sarin und andere, durch die politischen islamischen Kräften in Rojava. Die Erdoğan-Regierung hat die chemischen Waffen bereitgestellt und die Offiziere der türkischen Armee haben sie geschult wie man sie anwendet. Im Jahre 2013 wurden zwei Mitglieder der Al Nusra-Front mit Saringas, in der Syrien nahe liegenden Großstadt Adana, gefasst. Aber sie wurden durch Intervenierung der AKP-Regierung freigelassen.


Die AKP und der Diktator Erdoğan haben sich mit der Führung der Kriegsaggression nicht begnügt. Sie haben sich, um die Rojava-Revolution zu erwürgen, mit dem bürgerlich-feudalen Barzani-Clan verbündet. Auf Grund dessen hat die Barzani-Führung den Grenzübergang zwischen Rojava und Südkurdistan bis vor kurzem geschlossen gehalten und hat versucht - wie Ägypten das mit dem Volk in Gaza gemacht hat - die Völker in Rojava durch Hunger zum sich ergeben zu zwingen. Für Barzani war dies nicht genug; er ließ an den Grenzen tiefe militärischen Graben graben und plant dort Grenzposten zu bauen.


Gegen den Versuch Barzani's, in Zusammenarbeit mit den Kolonialisten in Ankara, durch die militärischen Gräben und durch das Schließen der Grenze die Revolution zu erwürgen, wurde mit Aktionen durch die der Grenze nahe liegenden Völker, wie mit massenhaften Protesten, mit Volkswachen, mit den Gräben neu zu füllen begegnet. Diese Kämpfe halten an. Die Soldaten der Barzani-Armee haben einen 15 jährigen Jungen aus Rojava am 15. April getötet, der wegen der Proteste an die Grenze gekommen war.

Und die Regierung in Ankara hat noch vor Barzani begonnen, ähnlich wie die Zionisten es gemacht haben, in Rojava vor den Wohngebieten des kurdischen Volkes hohe Mauern mit Stacheldraht zu bauen. Durch Wahlfälschung in den Grenzkreisen wie Ceylanpınar hat die Regierung die Kommune übernommen. Und dies tut sie, um diese Kommune zu einem Stützpunkt der konterrevolutionären Kämpfer zu machen. Die Soldaten der Kolonisatoren in Ankara ließen die islamistischen Kämpfer, gegen die Rojava-Revolution, mit Waffen und Fahrzeugen diese Grenze passieren. Aber gleichzeitig haben sie über 10 zivile Personen, die nach Norden (in die Türkei/Nord Kurdistan) gehen wollten, ermordet.

Außerdem hat ein Journalist aus Süd Kurdistan das Geheimabkommen zwischen dem Nationalen Nachrichtendienst der türkischen kolonialen Regierung und der Neçirvan Barzani-Regierung Süd Kurdistans erhalten und entlarvt. Nach diesem Abkommen werden beide Seiten behilflich sein, dass die bewaffneten Militanten der Al Nusra-Front nach Rojava gehen können und gegen die Rojava-Revolution bewaffnete Aktionen durchführen können.

Im Norden wurden unter Führung der BDP, der Partei der kurdischen nationalen Freiheitsbewegung, in Grenzkreisen wie Ceylanpınar, Nusaybien und in anderen Kreisen Märsche mit Beteiligung von zehntausenden durchgeführt und wurde gegen die Aggressionen aus Ankara und von Barzani, die Kurden durch eine Innere Grenzen zu spalten, protestiert. Auch in türkischen Städten wurden Protesten verwirklicht, wenn sie auch von kleinerem Format waren. Diese sind die wichtigsten Kämpfe für die Bekanntmachung der Rojava-Revolution, bei den kurdischen Werktätigen, auch bei den anderen Völkern und für die Vertiefung der Solidarität mit der Rojava-Revolution gegen die Erdoğan-Baranzi-Spiele. Diese Kämpfe werden ihre Wirkung unter den kurdischen Werktätigen und anderen Völkern weiter stärken und werden als eines der Sprungbretter für die Entwicklung der internationalen Einheiten unserer Völker, für das Weiterleben der Rojava-Revolution, dienen.

Noch einmal: Es lebe die Rojava-Revolution gegen die imperialistische Aggression und gegen die Kolonialisierung und Reaktion der regionalen Staaten!

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