Sie sind hier: Startseite / 2016 / DIE KÄMPFE DER STUDENTEN AN HOCHSCHULEN VERDIENEN DIE VOLLE UNTERSTÜTZUNG ALLER AUSGEBEUTETEN UND UNTERDRÜCKTEN MASSEN UNSERES LANDES

DIE KÄMPFE DER STUDENTEN AN HOCHSCHULEN VERDIENEN DIE VOLLE UNTERSTÜTZUNG ALLER AUSGEBEUTETEN UND UNTERDRÜCKTEN MASSEN UNSERES LANDES

von CPSA(M-L) Südafrika, 10. Oktober 2016

Die Studentenbewegung in Südafrika hat die südafrikanische, vom ANC geführte Regierung erschüttert und die Bewegung ist vereint in ihrer Forderung nach kostenloser und hochwertiger Bildung an den südafrikanischen Universitäten. Der akademische Betrieb ist zum Stillstand gekommen und die Regierung hat Polizei geschickt, um  mit Gummigeschossen und Tränengas auf die Studenten zu schießen. Die Studenten kontern, indem sie Steine werfen, und einige wurden verhaftet. Das hat zur Schließung von einigen Universitäten geführt und einige Universitäten führen Zwangsräumungen von Studenten aus ihren Wohnheimen durch.

Der Generalsekretär des ANC sagte bei der Pressekonferenz, dass der ANC den Menschen niemals etwas von kostenloser Bildung erzählt hätte. Er sagte, der Zugang zur Bildung geschehe nach Leistung. Nur die Schüler, die bessere Ergebnisse haben, werden durch Stipendien Zugang zu Universitäten erhalten können. 

Die Studenten sind in ihrer Forderung nach kostenloser und hochwertiger Bildung hartnäckig und sie erhalten Solidarität von den fortschrittlichen Organisationen und von einigen Persönlichkeiten.

Die Botschaft der CPSA(M-L)  an die Studenten.

DIE KÄMPFE DER STUDENTEN AN HOCHSCHULEN VERDIENEN DIE VOLLE UNTERSTÜTZUNG ALLER AUSGEBEUTETEN UND UNTERDRÜCKTEN MASSEN UNSERES LANDES.

Die Kommunistische Partei Südafrikas (Marxisten-Leninisten) und ihre Jugendorganisation, Kommunistischer Jugendverband, unterstützen voll und ganz den Kampf der Studenten für kostenlose und hochwertige Bildung.

Die Arbeiterklasse und die armen Bauern sind die Antriebskräfte für den revolutionären Wandel im heutigen Südafrika. Das ist der Grund, warum alle Reaktionäre von den Verrat begehenden reaktionären Nationalisten bis zu den Revisionisten aller Schattierungen diese Klassen beanspruchen, während sie in Wirklichkeit anstreben, diese Klassen dazu zu bringen, sie als ihre Führer anzuerkennen und ihre Kämpfe zum Scheitern zu bringen.

Es ist notwendig, dass wir obige Erklärung äußern, da heutzutage jeder darauf erpicht ist, eine Antwort und eine Lösung für die Bildungskrise zu finden, die das Land überrollt. Wir müssen wissen, von welchem Punkt oder welcher Klasse aus wir das betrachten können, um eine dauerhafte Lösung zu finden und nicht nur eine kurzfristige, die rasch in sich zusammenfallen und uns zum Ausgangsfeld zurückbringen wird.

Zunächst einmal ist die neokoloniale, neo-Apartheid Regierung nicht nur ungeeignet, eine Lösung für diese Krise zu finden, sondern sie beabsichtigt das auch gar nicht. Denn sie verfolgt weiterhin die neoliberale Politik des Imperialismus für Superprofite. Diese Krise ist ihre eigene Schöpfung. Sie ist sich vollständig darüber im klaren, dass sie, als sie die Revolution bei den Verhandlungen im World Trade Center verriet und die Übereinkunft mit der National Party erreichte, der damals herrschenden Partei des rassistischen Minderheitsregimes – dass sie damals vereinbarten, die grundlegende Politik des Rassismus und Neokolonialismus nicht zu ändern, einschließlich des Bildungswesens.

Seit damals ist die Bildung für die armen Massen und die Arbeiterklasse und besonders für die armen Bauern minderwertig geblieben. Alle darauf folgenden sogenannten Umwandlungen wurden auf den Grundlagen der Apartheid-Bildung vorgenommen und nicht auf neuen Grundlagen, die helfen würden, die Studenten und die Interessen der armen Massen voranzubringen.

Jetzt, wo wir vor dieser Krise im Bildungswesen stehen, können wir mit Fug und Recht sagen, dass wir unser Vertrauen nicht in das Regierungssystem setzen können, das auf Neo-Apartheid und Neokolonialismus beruht, diese Krise zu lösen. Dieses System ist verfault. Deshalb meinen die Schlafwandler der herrschenden Partei, des ANC, dass die „Schließung“ der Bildungseinrichtungen für 6 Monate oder ein Jahr den Studenten eine Lektion erteilen wird.

Wir sagen, nein zu Herrn Mantashe! Die Studenten fordern kostenlose, hochwertige Bildung, nicht Bildung auf der Grundlage von Leistungen.

Erneut wollen diese Herrschaften die gesamte Gesellschaft glauben machen, dass sie sich der Klagen der Studenten annehmen, indem sie eine Kommission einsetzen. Das ist auch eine Zeitverschwendung, das befasst sich nicht mit dem tatsächlichen Problem. Auch nur über keine Gebührenerhöhung zu sprechen, ist eine Luftverschwendung, weil sich das nicht  annähernd mit der Schlüsselforderung befasst. Kostenlose Erziehung ist die Schlüsselforderung, die wir voll und ganz unterstützen.

Wenn wir das Problem lösen wollen, müssen wir erst erkennen, dass wir ein neues demokratisches System brauchen, das sich völlig vom gegenwärtigen neokolonialen System unterscheidet. Ein neues demokratisches System, das auf dem Willen des Volkes beruht und nicht auf dem neokolonialen Willen, der darauf basiert, die Bedürfnisse des Monopolkapitals und seiner Handlanger zu befriedigen, wie es die neokolonialistischen und neo-Apartheid-Regierung macht. In einem solchen System wird die Bildung ein gleiches Recht für alle Studenten. In einem solchen System kann die Bildung vom Staat finanziert werden. In einem solchen System wird die gesamte Bildung, sowohl die primäre als auch die tertiäre Bildung, vollständig unter die Kontrolle des Staates gestellt. Da gibt es keine Teilungen, etwa in öffentlich und privat, und sogar für Rassentrennungen ist in diesem System kein Platz.

Die CPSA(M-L) ruft alle Studenten auf, Jugendliche, Frauen, Arbeiterklasse, Bauern und andere unterdrückte Schichten, sich zusammen zu schließen und für dieses neue System zu kämpfen.

Wir rufen die Studenten und die Jugend auf, ihre Kräfte mit dem Kommunistischen Jugendverband (Communist Youth League (CYL)) zusammenzuschließen, Mitglied zu werden und für eine Neue Demokratie zu kämpfen.

Wir rufen die Bauern auf, Bauernkomitees zu bilden oder sich dort, wo sie bereits existieren, ihnen anzuschließen und auch der Kommunistischen Partei Südafrikas (M-L) beizutreten.

Wir rufen die Arbeiterklasse auf, besonders an der Basis, sich der Kommunistischen Partei Südafrikas (M-L) anzuschließen.

Dies sind die Hauptgruppen, die für eine neue Demokratie kämpfen und einen Wechsel herbeiführen können, im Bildungswesen, Gesundheitswesen, bei den Wohnverhältnissen, der Beschäftigung, der Wasserwirtschaft, der Umwelt usw.

Lasst uns uns alle zusammenschließen, um für unsere Zukunft zu kämpfen!!

Artikelaktionen