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100 Jahre Oktoberrevolution – Gebt dem Antikommunismus keine Chance

ICOR-Resolution, 29. Juni 2017

 

Ein Gespenst geht um in Europa - das Gespenst des Kommunismus. Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet (…). Zweierlei geht aus dieser Tatsache hervor. Der Kommunismus wird bereits von allen europäischen Mächten als eine Macht anerkannt.“ (Karl Marx, Dezember 1847)

 Inzwischen können wir mit Stolz sagen, dass die Arbeiter und Revolutionäre der Welt es erreicht haben: Das Gespenst hat seinen Flug rund um die Welt geschafft und ist als Perspektive gegen den Imperialismus nicht mehr wegzudenken. Die ICOR-Kampagne zu 100 Jahre sozialistische Oktoberrevolution kommt wie gerufen, um die Perspektive des Sozialismus offensiv unter den Massen, Arbeitern, Bauern zu verbreiten, eine Massendiskussion darüber zu entfalten. Die ICOR-Organisationen rund um die Welt sind dafür aktiv. Am 1. Mai hat die Marxistisch-Leninistische Gruppe Schweiz (MLGS) – wie alljährlich am 1. Mai – zu dem Kampftag mit einer Ausstellung zu brennenden Themen der Zeit Aufsehen erregt: in diesem Jahr zum Thema 100 Jahre Oktoberrevolution! In Zürich als der Stadt, in der Lenin lange lebte, erregte sie viel Aufsehen, Zustimmung unter den Arbeitern und den Massen und belebte die Strategiediskussion unter ihnen.

Grund genug, für die bürgerlichen Medien mit üblen Attacken, Diffamierungen und Verleumdungen auf die bemerkenswerte, zudem künstlerisch sehr wertvolle Ausstellung zu reagieren. So hieß es in der Zürcher NZZ: Lenin beantwortete die Frage «Was tun?» ab 1917 mit Zwang und Terror. (… ) Schließlich ist da noch das Problem, dass für den «erfolgreichen» Aufbau des Sozialismus Millionen Menschen gefoltert und ermordet werden mussten. (NZZ (Neue Zürcher Zeitung), Lucien Scherrer 28.4.2017)

 Massiv wurde Druck auf die Veranstalter des großen Mai-Festes mit insgesamt 15.000 Teilnehmern ausgeübt, sich von der Ausstellung zu distanzieren. Doch diese hielten couragiert stand!

Die wütenden Reaktionen der bürgerlichen Medien zeigen: Gerade heute, 100 Jahre nach der sozialistischen Oktoberrevolution, feuern die Herrschenden aus allen Rohren gegen den Sozialismus/Kommunismus. Die Methoden des modernen Antikommunismus ähneln sich überall auf der Welt. Man nehme genügend „alternative Fakten“, ein bisschen Stalin, viel Blut und für die Glaubhaftigkeit einen kleinen Hauch Wahrheit, einmal kräftig umgerührt und fertig ist das antikommunistische Gräuelmärchen.

Außerdem wurde in der Ukraine zum Beispiel ein Gesetz beschlossen, das sogenannte Antikommunismusgesetz, das darauf abzielt, die Erinnerung an den Kampf für den Sozialismus auszulöschen. Kommunistische Symbole sind verboten und wenn man Bücher von Lenin oder Marx zu Hause hat, kann das sogar als ein Verbrechen angesehen werden.

Der Verrat am Sozialismus durch eine entartete Bürokratie und die Restauration des Kapitalismus wird bewusst verdeckt, um eine diffuse antikommunistische Stimmungsmache zu betreiben. Woher stammen diese “Fakten“, auf die sich die Imperialisten beziehen? In der Hauptseite kommen sie aus Chruschtschows Geheimrede. Unter dem Deckmantel des Kampfs gegen den „Personenkult Stalins“, griffen sie den konsequenten Kampf um die Verteidigung des Sozialismus an . In der Folge bedienten sich einige „Historiker“ (Stéphane Courtois, Robert Conquest oder „Opfer“ wie z.B. A. Solschenizyn, ein bekennender Verehrer des vorrevolutionären Zarismus und gefragter Referent auf rechtsextremen und faschistischen Seminaren und Veranstaltungen) dieser „Fakten“ und ergänzten sie mit wilden Zahlenspielen. So werden z.B. sämtliche Opfer des II. Weltkrieges der sozialistischen Sowjetunion und Stalin persönlich in die Schuhe geschoben – denn ohne die Existenz der sozialistischen Sowjetunion hätte Hitler ja gar keinen II. Weltkrieg begonnen!

Das Motiv liegt auf der Hand: Es ist die Angst, dass sich immer mehr Menschen, neben Marxisten-Leninisten auch ehrliche Demokraten und Kräfte des Friedens, nach einer Perspektive zum Kapitalismus umschauen. Dem soll die Perspektive des echten Sozialismus entzogen werden. Dabei liefert jeder Tag der imperialistischen Wirklichkeit neue Argumente für eine gesellschaftliche, sozialistische/kommunistische Alternative: Jährlich sterben 30 Millionen Menschen durch den Kapitalismus, 65 Millionen Flüchtlinge sind es inzwischen, die wegen kapitalistischen Kriegen, Hunger durch Spekulation etc. ihre Heimat verlassen müssen und zu Tausenden im Mittelmeer ertrinken. Die multinationalen Konzerne haben sich die Welt untergeordnet.

 Die wütenden Attacken des Antikommunismus sind uns nur Ansporn, die Aktivitäten der ICOR zu 100 Jahre Oktoberrevolution zu intensivieren.

Solidarität mit den Genossinnen und Genossen der MLGS und allen, die von Repressionen aufgrund ihres Eintretens für die sozialistische Alternative betroffen sind!

Beteiligt euch an den Aktivitäten der ICOR in den einzelnen Ländern, sowie am internationalen theoretischen Seminar vom 27.-29.10.2017, an der internationalen Großveranstaltung am 28.10. und an dem Besuch in Sankt Petersburg vom 5. bis 9.11.2017.

 

Der Antikommunismus ist die Grundtorheit unserer Epoche“
(Thomas Mann, weltberühmter Dichter und Schriftsteller)

 

 

Unterzeichner (Stand 28.06. 2017, weitere Unterzeichner möglich):

  1. ORC Organisation Révolutionnaire du Congo (Revolutionäre Organisation des Kongo), Demokratische Republik Kongo

  2. MMLPL Moroccan Marxist-Leninist Proletarian Line (Marokkanische Marxisten-Leninisten - Proletarische Linie)

  3. CPSA (ML) Communist Party of South Africa (Marxist-Leninist) (Kommunistische Partei Südafrikas (Marxisten-Leninisten))

  4. MLOA Marxist-Leninist Organization of Afghanistan (Marxistisch-Leninistische Organisation Afghanistans)

  5. CPB Communist Party of Bangladesh (Kommunistische Partei von Bangladesch)

  6. CPI (ML) Red Star Communist Party of India (Marxist-Leninist) Red Star (Kommunistische Partei Indiens (Marxisten-Leninisten) Roter Stern)

  7. NDMLP New-Democratic Marxist-Leninist Party (Neudemokratische Marxistisch-Leninistische Partei), Sri Lanka

  8. Krasnyj Klin Gruppa Kommunistov-Revoljucionerov „Krasnyj Klin“ (Gruppe kommunistischer Revolutionäre "Krasnyj Klin" [Roter Keil]), Weißrussland

  9. БКП Българска Комунистическа Партия (Bulgarische Kommunistische Partei)

  10. БРП(к) Българска Работническа Партия (комунисти) (Bulgarische Arbeiterpartei (Kommunisten))

  11. KSC-CSSP Komunisticka Strana Cheskoslovenska – Cheskoslovenska Strana Prace (Kommunistische Partei der Tschechoslowakei-Tschechoslowakische Arbeiterpartei), Tschechien

  12. MLPD Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands

  13. KOL Kommunistische Organisation Luxemburg

  14. RM Rode Morgen (Roter Morgen), Niederlande

  15. BP (NK-T) Bolşevik Parti (Kuzey Kürdistan-Türkiye) (Bolschewistische Partei (Nordkurdistan-Türkei))

  16. MLP Marksistsko-Leninskaja Platforma (Marxistisch-Leninistische Plattform), Russland

  17. MLGS Marxistisch-Leninistische Gruppe Schweiz

  18. TIKB Türkiye İhtilalci Komünistler Birliği (VereinigungRevolutionärer Kommunisten der Türkei)

  19. KSRD Koordinazionnyj Sowjet Rabotschewo Dvizhenija (Koordinierungsrat der Arbeiterbewegung), Ukraine

  20. PR Partija Rada (Partei der Arbeit) Jugoslawien (ex)

  21. PR-ByH Partija Rada - ByH (Partei der Arbeit - Bosnien und Herzegowina), Bosnien und Herzegowina

  22. PCC-M Partido Comunista de Colombia – Maoista (Kommunistische Partei von Kolumbien - Maoistisch)

  23. PC (ML) Partido Comunista (Marxista Leninista) (Kommunistische Partei (Marxistisch-Leninistisch)), Dominikanische Republik

  24. PC/ML Partido Comunista (Marxista-Leninista) de Panamá (Kommunistische Partei (Marxistisch-Leninistisch) von Panama)

  25. PML del Perú Partido Marxista Leninista del Perú (Marxistisch-Leninistische Partei von Peru)

  26. PPDS Parti Patriotique Démocratique Socialiste (Patriotische Demokratische Sozialistische Partei), Tunesien

     

Unterzeichner nach der Veröffentlichung:

27. SMKC Svaz Mladych Komunistu Cheskoslovenska (Verband der jungen Kommunisten der Tschechoslowakei), Tschechien

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