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Solidarität mit dem Rohingya-Volk

Resolution der 3. ICOR-Weltkonferenz, November 2017

 

Es ist notwendig, in Bezug auf die Krise der Rohingya eine starke internationale Solidarität zu organisieren und eine weltweite Öffentlichkeit herzustellen. Seit drei Monaten erleidet das Volk der Rohingya, das im Bundesstaat Rakhaing in Myanmar lebt, brutale Angriffe und skrupellose Folter. Die Angriffe auf das Rohingya-Volk finden seit den letzten Jahren statt, aber sie sind inzwischen zu einem Akt der "ethnischen Säuberung" geworden, mit dem Ergebnis, dass nicht nur Tausende unschuldiger Menschen getötet wurden, sondern auch Millionen Menschen gezwungen wurden, die Grenze zu überqueren, um in Bangladesch Schutz zu suchen. In den letzten drei Monaten sind ungefähr eine Million Menschen in Bangladesch als Flüchtlinge untergekommen. Die meisten von ihnen sind Frauen und Kinder. Nach neuen offiziellen Zahlen starben in den letzten drei Monaten fast 900 Rohingya, viele Frauen und Kinder ertranken bei dem Versuch, die Grenze mit dem Boot zu überqueren. Der Hintergrund für die Vertreibung der Rohingya ist verbunden mit dem Hunger westlicher Konzerne, die riesigen Erdöl- und Erdgasreserven im Bundesstaat Rakhaing auszurauben. Eine dauerhafte Lösung für das Rohingya-Problem muss die Regierung von Myanmar selbst finden. In Übereinstimmung mit der Empfehlung des Komitees unter Führung des früheren UNO-Generalsekretärs Kofi Anan sollte eine Initiative ergriffen werden, um die Krise zu lösen. Dabei muss die Tatsache anerkannt werden, dass die Rohingya Staatsbürger von Myanmar sind.

Die CPB und andere linke Parteien verlangen, den Rohingya-Flüchtlingen sicheren Schutz zu bieten, ordentliche Dokumente mit ihren Namen und Adressen zu führen, Nahrung, medizinische und anderweitige notwendige Versorgung abzusichern und den internationalen Druck auf Myanmar zu erhöhen, die Massentötungen und Zerstörung zu beenden, die diplomatische Initiative zu verstärken, um Myanmar zu zwingen, die Rohingya wieder aufzunehmen, sie als seine Staatsbürger anzuerkennen und ihre Sicherheit zu gewährleisten.

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