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Grußwort an das Internationale Seminar zu theoretischen und praktischen Lehren aus der Oktoberrevolution

MLOA, Marxistisch-Leninistischen Organisation Afghanistans, 25. Oktober 2017

Grußwort der Marxistisch-Leninistischen Organisation Afghanistans (MLOA)
an das Internationale Seminar zu theoretischen und praktischen Lehren aus der Oktoberrevolution
als eine gemeinsame Initiative
der Organisation der ICOR und der „Internationalen Konferenz marxistisch-leninistischer Parteien und Organisationen“ (IKMLPO)
anlässlich des hundertsten Jahrestags der Großen Oktoberrevolution

25. Oktober 2017

 

Liebe Genossen dieser großartigen Versammlung,

revolutionäre Grüße an jeden einzelnen der teilnehmenden Repräsentanten marxistisch-leninistischer Parteien und Organisationen bei diesem großen theoretischen Gipfel und Dank an die Organisatoren für die Einladung! Leider können wir wegen besonderer Umstände und technischer Gründe nicht an diesem wunderbaren und informativen Seminar teilnehmen.

Die Genossen sind sich bewusst, dass die umfassende Auswertung der verschiedenen Aspekte der Großen Oktoberrevolution, dem gewaltigsten revolutionären Phänomen des 20. Jahrhunderts, und das Ziehen und Erklären der notwendigen Lehren für den Kampf aus ihren Errungenschaften und Mängeln von äußerst entscheidender Bedeutung ist, um die demokratischen und sozialistischen revolutionären Aufgaben von heute und morgen ohne Abweichungen durchzuführen. Wir begrüßen die Aufmerksamkeit, die die Genossen dieser herausragenden und breit bekannten Kampagne schenken, und erwarten mit Zuversicht, dass das theoretische Seminar dieses große Ziel erreichen wird.

Da wir unter den schwierigen Bedingungen des besetzten Afghanistan leben und kämpfen, unter der blutigen Herrschaft der imperialistischen Besatzungsmächte USA und NATO und der blutsaugenden einheimischen Reaktionäre, sind wir nicht in einer Position, in der wir unsere Anstrengungen und unseren Einsatz für die Verwirklichung dieser großen Aufgabe verwenden und auf die dafür notwendigen Ressourcen zurückgreifen können. Daher überlassen wir die Durchführung dieser schwierigen Aufgabe euch Genossen und weisen in diesem Brief lediglich auf gewisse Punkte und Aspekte des vielschichtigen Oktoberphänomens hin.

Durch diesen Brief wollen wir mit euch unseren Beifall und unsere Bewunderung für dieses großmütige revolutionäre Ereignis teilen und indirekt teilnehmen an der gemeinsamen Tagung mit euch, liebe Genossen.

Die Große Oktoberrevolution 1917 in Russland ist der großartigste und einflussreichste revolutionäre Wandel, den das zwanzigste Jahrhundert gesehen hat. Diese Revolution ist die größte Errungenschaft im Verlauf des Klassenkampfs des russischen Proletariats, geleitet durch die revolutionäre Lehre des Marxismus-Leninismus und unter der Führung der bolschewistischen proletarischen Partei. Vier Jahre nachdem diese Errungenschaft des Klassenkampfs erreicht worden war, beschrieb Lenin sie wie folgt: „Die erste bolschewistische Revolution hat die ersten hundert Millionen Menschen auf der Erde dem imperialistischen Krieg, der imperialistischen Welt entrissen.“1

Der Sieg der Oktoberrevolution erfolgte in einem Land, das Lenin beschrieb als „eines der ältesten, mächtigsten, abscheulichsten und schlimmsten Fürstenregimes“ und „das Rückgrat der Reaktion“. Die siegreiche Oktoberrevolution verwandelte das „russische Proletariat in die Avantgarde des internationalen revolutionären Proletariats“ und übermittelte dem Proletariat und den Kommunisten des kapitalistischen Westens und den Völkern des Ostens und Südens in den Ketten der Unterdrücker die Botschaft: „man kann dieser Hölle nicht anders entrinnen als durch den bolschewistischen Kampf und durch die bolschewistische Revolution.“2

Die Oktoberrevolution erfüllte im Verlauf ihrer siegreichen Fortsetzung die „Aufgabe, die Reste des Mittelalters zu beseitigen, sie bis zum letzten Stein wegzuräumen, Rußland von dieser Barbarei, von dieser Schmach, von diesem größten Bremsklotz jeder Kultur und jeden Fortschritts in unserem Lande zu säubern“3 und schritt vorwärts, trotz der „Qualen des Übergangs“, mit der Zuversicht seiner Baumeister, einen sozialistischen Staat und ein starkes und mächtiges revolutionäres Bollwerk zu errichten, während die Kampagne des sozialistischen Aufbaus auf ökonomischem, politischem, kulturellem, technischem und ideologischem Gebiet in Angriff genommen wurde, indem die Verschwörung und die gemeinsame Aggression der westlichen Imperialisten und der geschlagenen russischen Reaktion (der Mitgliedsstaaten der Entente mit Großbritannien, Frankreich und den Vereinigten Staaten sowie Koltschaks und Denikins, der „besiegten Generäle des zaristischen Russland“) bezwungen wurde, und durch die glänzenden Errungenschaften quantitativer und qualitativer Art in verblüffend beispielloser Zahl im Geiste des Marxismus-Leninismus unter der Führung der bolschewistischen Partei und im Vertrauen auf die Begeisterung und Schöpferkraft der Arbeiter- und Bauernräte und der Mobilisierung der intellektuellen Werktätigen.

Nach dem Sieg der Oktoberrevolution rief die bolschewistische Partei, mit der Ablehnung der Zweiten Internationale, im Januar 1919 die Dritte Internationale ins Leben, und im folgenden Jahr, am Vorabend des Zweiten Kongresses der Komintern, veröffentlichte Lenin im Juni einen vorläufigen Entwurf von Thesen zur nationalen und zur kolonialen Frage. Der zweite Kongress der Komintern mit 41 Delegierten von kommunistischen Parteien des Ostens und Westens befürwortete Lenins Plan, verurteilte die „langjährige Tyrannei der imperialistischen Staaten gegenüber den Völkern der Kolonien und den schwachen Völkern“ sowie „den Massen der Werktätigen der unterdrückten Länder“ und betonte und instruierte, dass dem Bedürfnis nach der Hilfe aller kommunistischen Parteien in der Führung der bürgerlich-demokratischen Befreiungsbewegung der „unterdrückten Länder“ nachgekommen werden soll.

Der Einfluss des siegreichen und fortschrittlichen Prozesses der Großen Oktoberrevolution auf die Kämpfe des Proletariats und der Kommunisten des Westens, auf die Völker und Freiheitskämpfer der Welt aus den Kolonien des Ostens und Südens, hatte eine transkontinentale Bedeutung. Lenin, der frühzeitig diese „weltumspannende befreiende Bedeutung“ der Oktoberrevolution erkannte, band diese umfassende Wirkung auf die Nationen des Ostens und Westens und deren Inspiration ein in die Politik der Komintern und in eine Reihe ihrer Resolutionen.

Die Siegesfanfare der Oktoberrevolution, die Überwindung der inneren und äußeren Feinde verbunden mit der Errichtung und dem Aufbau des Sozialismus, war eine kämpferische Aufforderung, die zum „Erwachen Asiens“ und der Gefangenen des Ostens führte, die diesen Ruf hörten und dieses revolutionäre Bollwerk sahen und aufstanden. Während Mao Zedong in China das Oktoberereignis begrüßte, sagte er über die Bedeutung der revolutionären Theorie, das Weiterverfolgen des Marxismus-Leninismus, sein Aufgreifen durch das unterdrückte chinesische Volk und dessen Erwachen in diesem Lichte: „Das Donnern der Kanonen der russischen Oktoberrevolution brachte uns den Marxismus-Leninismus.“

Ja, am Tag nach dem Sieg der Oktoberrevolution und dem Ende des ersten imperialistischen Weltkriegs hörten das unterdrückte Volk und die Kräfte für die Unabhängigkeit Afghanistans diesen Kanonendonner und waren inspiriert von den Siegen des Volkes im Norden und den fortdauernden Befreiungskämpfen der Kolonialvölker des damaligen imperialistischen Kolonialstaats Englands in Asien und Afrika. 1919, nach der antikolonialen Konfrontation mit den britischen Kolonisten, geführt von König Amanullah in Form eines nationalen Aufstands, hissten sie mit einem bürgerlich-demokratischen Programm die Fahne der Unabhängigkeit in Afghanistan.

„Der erste Staat, der diese Unabhängigkeit anerkannte, war die junge Sowjetregierung unter Führung Lenins. Während Lenin diese antikoloniale, gegen den britischen Kolonialismus gerichtete Monarchie in Afghanistan anerkannte, erklärte er zugleich alle bisherigen zaristischen kolonialen Verträge mit früheren Herrschern Afghanistans für hinfällig. Nach der Unabhängigkeitserklärung Afghanistans vom 28. Februar 1919 erkannte der König von Afghanistan … zu allererst den föderalen russischen Sowjetstaat an und stellte politische Beziehungen her durch Korrespondenz und Austausch politischer Vertreter. Am 27. März 1919 erkannte die Sowjetregierung offiziell die Unabhängigkeitserklärung Afghanistans an. Am 7. April sandte König Amanullah Khan einen Unterstützungsbrief für die Freundschaft Afghanistans mit der Sowjetregierung an Lenin, den Kopf der revolutionären Sowjetregierung …“

Dieser König „Amanullah“ ist derselbe afghanische „Emir“, von dem Stalin in „Über die Grundlagen des Leninismus“ schrieb: „Der Kampf des Emirs von Afghanistan für die Unabhängigkeit ist objektiv ein revolutionärer Kampf, trotz der monarchistischen Anschauungen des Emirs und seiner Kampfgefährten, denn dieser Kampf schwächt, zersetzt, unterhöhlt den Imperialismus …“4

Die Oktoberrevolution und die revolutionären Erfolge, die auf den Gebieten der Infrastruktur und des Überbaus erzielt wurden, und auch das Bollwerk und die solide Unterstützung, die diese Revolution für die Revolutionen im Osten und Westen darstellte, wurden nicht von den multilateralen imperialistischen Attacken von außen gestürzt. Diese Revolution und die revolutionären Errungenschaften im Lauf ihres weiteren Fortschritts rückten nach und nach, nach der Bildung objektiver und subjektiver Grundlagen für die Zerschlagung und Wegnahme ihrer revolutionären Errungenschaften, von den sozialistischen Positionen ab und änderten schließlich ihre Natur.

Diese Grundlagen bestanden lange vor dem zwanzigsten Parteitag der Kommunistischen Partei der Sowjetunion 1956, vor Stalins Tod:

1. ein falsches Verständnis der Kommunistischen Partei der Sowjetunion und der Komintern (nach Lenins Tod) vom Weg der Revolution und der revolutionären Triebkraft in den Ländern unter Kolonialherrschaft im Osten und Süden mit einer halbfeudalen Struktur, sowie das Aufzwingen dieser falschen Linie durch die Komintern (Stalin) auf die Revolution dieser Länder wie China, Spanien usw., auf Kosten ihrer Niederlage oder der Verschwendung von Kräften und der Verschleppung des Siegs;

2. das Aufzwingen des Zweiten Weltkriegs durch die westlichen Imperialisten mit all seinen enormen wirtschaftlichen Kosten und menschlichen Opfern für die sowjetischen Werktätigen, der die notwendigen Ressourcen für den weiteren Aufbau des Sozialismus verzehrte;

3. keine proletarischen Revolutionen in Europa und Nordamerika von 1917 bis nach dem II. Weltkrieg;

4. mangelnde Anwendung der Dialektik und des Marxismus-Leninismus in der Führung und Analyse politischer, wirtschaftlicher und planerischer Kernfragen, ein falsches Verständnis vom Klassenkampf im Sozialismus und die Verkündung des Endes der Klassen und des Klassenkampfs in der Sowjetunion durch Stalin;

5. der Verlust herausragender Parteikader als Architekten des Sozialismus;

6. die Schwächung der kollektiven Leitungstätigkeit usw.

Nach dem Tod Stalins, dem Aufkommen des Überläufers Chruschtschow und der Durchführung des XX. Parteitags der Kommunistischen Partei der Sowjetunion führten diese graduellen Veränderungen der Beseitigung des Marxismus-Leninismus und der Dialektik wiederum zu einer qualitativen Veränderung (Veränderung der Natur) des Sozialismus in der Sowjetunion, und der XX. Parteitag als Wendepunkt besiegelte das Vordringen des Revisionismus, die Abweichung vom Marxismus-Leninismus, den Verrat am Sozialismus und das Beschreiten des kapitalistischen Wegs.

Die Verfestigung revisionistischer Positionen in der Politik der Partei und des sowjetischen Staats zu jener Zeit und ihr weiteres Vordringen führte zum „Sozialimperialismus“ mit all den fünf charakteristischen Merkmalen des Imperialismus, die Lenin in seinem Buch „Der Imperialismus …“ aufführte. In der Folge wurde aus dem revolutionären Rückhalt des Proletariats, der Werktätigen und der unterdrückten Völker im Kampf für den Sozialismus und für nationale und soziale Befreiung eines der bedeutendsten Zentren der globalen Konterrevolution. Dieses bedeutende Zentrum der Konterrevolution exportierte von nun an, neben bürokratischem Kapital und Waffen, die Konterrevolution und den Revisionismus in roter Maskierung.

Obwohl Genosse Mao Zedong und die Kommunistische Partei Chinas nebst anderen wirklich revolutionären Kräften, die dem Vermächtnis der Großen Oktoberrevolution und dem Marxismus-Leninismus treu geblieben waren, Polemiken führten und einen bedeutenden theoretischen und ideologisch-politischen Kampf gegen den Revisionismus Chruschtschows und den Sozialimperialismus in Gang setzten, wurde dieser grundlegende Ansatz leider nicht weiterentwickelt und ausgeweitet in Richtung der Schaffung einer neuen Internationale auf der Basis des Marxismus-Leninismus-Mao Zedong Ideen.

Die revisionistische Abweichung vom Weg der Oktoberrevolution, die revisionistische Evolution zum Sozialimperialismus und der Verlust der Errungenschaften des Roten Oktobers hatten weltweite Ausmaße und hinterließen eine negative Auswirkung auf den Prozess revolutionärer Kämpfe für den Sozialismus und die nationale und soziale Befreiung der Länder, die einer Revolution bedurften.

So wie das Land und das Volk von Afghanistan zunächst einen positiven Impuls vom Sieg der Oktoberrevolution bei ihrem nördlichen Nachbarn erhalten hatten, wurden diesmal das Land, das Volk und die aufkommende politische und revolutionäre Bewegung Afghanistans schwer und tief vom Revisionismus und Sozialimperialismus in Mitleidenschaft gezogen. Seit Mitte der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts entwickelten die Sozialimperialisten aus Moskau eine expansionistische Politik gegenüber unserem Land. Neben Kapital und Waffen exportierten sie die Konterrevolution (revisionistische konterrevolutionäre Ideen und ihre Förderung unter afghanischen Intellektuellen). Das Ergebnis dieser stillen und schleichenden Bewegung der russischen Sozialimperialisten nach Süden in unser Land war die militärische Besetzung Afghanistans im Dezember 1978.

Diesmal traten das freiheitsliebende Volk Afghanistans und seine revolutionären Kräfte der Besatzung durch den russischen Sozialimperialismus entgegen. Unsere Organisation als ein Vorreiter des Massenwiderstands unseres Volkes strafte am ersten Tag der russischen Besatzung die Invasoren und nahm eine revolutionäre Haltung ein in dieser Schlacht. Unsere Organisation war weltweit die erste revolutionäre Organisation, die durch die Anwendung des Marxismus-Leninismus-Mao Zedong Ideen die „Waffe der Kritik“ am Revisionismus in die „Kritik mit Waffen“ gegen Revisionismus und Sozialimperialismus umwandelte.

Mit der Intervention und der Unterstützung der westlichen imperialistischen Staaten und der regionalen Reaktion für die „Islamisten“ und islamischen Fundamentalisten (Mudschaheddin) verschlimmerte sich die Lage der revolutionären, nationalen und demokratischen Kräfte unseres Landes. Unsere Organisation verlor eine Generation von Gründern, ihre herausragenden Kader und Hunderte von Mitgliedern, und die revolutionären Kräfte wurden an den Rand gedrängt.

Es ist erwähnenswert, dass die russischen sozialimperialistischen Invasoren und ihre einheimischen revisionistischen Agenten in der sogenannten „Volksdemokratischen Partei“ („People's Democratic Party“, PDPA) und ihre Folter- und Todesschwadronen bewusst die größte Feindseligkeit gegen afghanische revolutionäre Marxisten-Leninisten zeigten, die den Werten der Oktoberrevolution treu geblieben waren. Unter der Schirmherrschaft der KGB-Agenten bildeten sie spezielle Vernehmungsteams und Tribunale, um kommunistische Gefangene zu unterdrücken, zu töten und zu verurteilen.

Dieser aggressive Besatzungskrieg des Sozialimperialismus in Afghanistan kam unser Land, unser Volk und unsere revolutionären Kräfte teuer zu stehen, und die schädlichen Langzeitfolgen und -konsequenzen dieser Aggression sind immer noch offensichtlich:

- zwei Millionen Tote (darunter Tausende Führungspersönlichkeiten, Kader und Aktivisten der revolutionären Bewegung und unserer Organisation),

- etwa 150.000 Verschollene (die meisten von ihnen politische Aktivisten),

- fünf Millionen Flüchtlinge im Ausland (die bis dahin größte Zahl in der Geschichte der Menschheit),

- zwei Millionen Vertriebene im Inland,

- etwa 100.000 Kriegsversehrte,

- Zerstörung von 80 Prozent der ländlichen Gebiete,

- Zerstörung der ganzen wirtschaftlichen Infrastruktur Afghanistans,

- 36 Millionen verlegte Landminen (zwei Minen pro Einwohner, als sie das Land verließen),

- es wurde der Boden bereitet für die Stärkung des islamistischen Typus der vom Westen unterstützten dschihadistischen und Taliban-Fundamentalisten,

- und schließlich wurde der Weg gebahnt für die erneute Besetzung unseres Landes durch die imperialistischen Besatzungstruppen der Vereinigten Staaten und der NATO.

Der aggressive und okkupierende Sozialimperialismus traf das unterdrückte Volk und die revolutionären Kräfte Afghanistans so schwer, dass sie seit der Zeit der jüngsten Invasion in unser Land durch die US- und NATO-Imperialisten bisher nicht in Lage waren, eine nationale Volkswiderstandsbewegung gegen die jetzigen Invasoren in unser Vaterland zu mobilisieren und in Gang zu setzen (obwohl der Kampf des Volkes und der revolutionären Kräfte gegen die gegenwärtige Besatzung in politischen und anderen Formen weitergeht).

Gegenwärtig stehen die übrig gebliebenen revisionistischen Agenten der PDPA in Afghanistan Seite an Seite mit den reaktionärsten feudalen Kräften und den eindringenden Imperialisten der USA und der NATO, dienen ihrem Kolonialregime und verraten das unterdrückte Volk und unser Heimatland. Einige dieser einheimischen abtrünnigen, revisionistischen Elemente, die im Ausland leben, versuchen die systematischen Verbrechen, die sie und ihre russischen sozialimperialistischen Herren in der Vergangenheit begangen haben, im Internet zu verteidigen.

Das ist die schmerzhafte und tragische Historie des unterdrückten Volkes und der Revolutionäre Afghanistans. Sie ist zurückzuführen auf den historischen Verrat des Revisionismus und des Sozialimperialismus an der Oktoberrevolution, an der Weltrevolution und an der Befreiung der unterdrückten Völker, auf Verbrechen des russischen Sozialimperialismus gegen die Menschheit und eine Reihe seiner imperialistischen Eroberungszüge!

Im Nachgang des historischen Verrats des Revisionismus, des Verbrechens und der Niederlage des Sozialimperialismus, und im Kontext der ausgedehnten Offensive des weltweiten Imperialismus gegen den Marxismus-Leninismus, den Sozialismus, gegen das Vermächtnis der Großen Oktoberrevolution und gegen das Schicksal des Proletariats und der unterdrückten Völker der Welt, müssen die revolutionären Kommunisten der Welt einen Trennungsstrich ziehen zwischen dem Marxismus-Leninismus-Mao Zedong Ideen und dem Sozialismus einerseits und allen Spielarten des alten und modernen Revisionismus andererseits, indem sie die ideologischen Grundlagen, die revolutionäre politische Linie und das Vermächtnis der Oktoberrevolution hervorheben. Indem wir dies tun, auf die revolutionäre ideologisch-politische Linie vertrauen und die Lehren aus all diesen positiven und negativen Erfahrungen ziehen, wird sich die potenzielle Kapazität der Revolution weiter stärken und können wir die allgemeinen Lehren schöpferisch auf die konkreten Bedingungen und revolutionären Etappen in jedem Land anwenden.

Wir sind zuversichtlich, dass euer theoretisches Seminar anlässlich des hundertsten Jahrestags der Oktoberrevolution wertvoll und in der Lage sein wird, diese gemeinsame revolutionäre Aufgabe zu erfüllen.

Hoch das rote Banner des Marxismus-Leninismus-Mao Zedong Ideen!

Es lebe das revolutionäre Vermächtnis der Oktoberrevolution!

Es lebe der revolutionäre proletarische Internationalismus!

Tod dem Revisionismus, Imperialismus und der Reaktion!

Marxistisch-Leninistische Organisation Afghanistans (MLOA)

1W. I. Lenin, „Zum vierten Jahrestag der Oktoberrevolution“, Werke, Bd. 33, S. 37

2Lenin, Werke, Bd. 33, S. 36

3Lenin, Werke, Bd. 33, S. 31

4Stalin, „Über die Grundlagen des Leninismus“ , Werke, Bd. 6, S. 126

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