ICOR-Aufruf

Heraus zum Umweltkampftag am 9. Dezember!

ICOR, 

Werdet aktiv auf den Straßen, in Betrieben und Wohngebieten! Protestiert vor den Zentren der Verursacher – Monopolen, Banken und imperialistischer Politik! Die revolutionäre Antwort heißt Sozialismus!

Heraus zum Umweltkampftag am 9. Dezember!
(foto: pixabay)

Die Umweltzerstörung hat sich zum Beginn einer globalen ökologischen Katastrophe entwickelt. Schuld ist das imperialistische Weltsystem, das damit die Existenz der Arbeiterklasse und der Unterdrückten der Welt sowie aller nicht-menschlichen Lebewesen bedroht. Wir trauern um die unzähligen Opfer dieser Entwicklung wie zuletzt in Libyen mit mehr als 11.000 Toten. Die internationalen Monopole betreiben ihren Raubbau an Mensch und Natur rund um die Welt, in imperialistischen und vom Imperialismus abhängigen Ländern. Es sind Bergbaukonzerne wie Glencore, Rio Tinto und Anglo American, Öl- und Chemiemonopole wie Exxon Mobile und BP, Agrar- und Chemiemonopole wie Monsanto, Bayer oder DuPont oder Automobilmonopole wie General Motors, Stellantis oder Ford. Aktuell verschärfen die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten die Umweltzerstörung mit verheerenden Folgen für Mensch und Natur, mit tausenden Toten und regionalen Umweltkatastrophen. Die Bombardierung von Kraftwerken, von Betrieben der Schwer- und Chemieindustrie führt zur Verseuchung von Luft, Böden und Wasser. Die Lebensgrundlagen der Massen im Gazastreifen sind durch die brutale Bombardierung und Bodenoffensive der israelischen Armee existenziell und menschenverachtend bedroht. Allein die Atomwaffenarsenale der beteiligten Staaten haben das Potential, die gesamte Menschheit auszulöschen.

Die Ursache dieser globalen ökologischen Katastrophe ist das imperialistische Weltsystem! Sie kann nur aufgehalten werden durch seine revolutionäre Überwindung. Bereits in seinen frühen Schriften schrieb Karl Marx:Der Kommunismus ist die wahrhafte Auflösung des Widerstreites zwischen dem Menschen mit der Natur und mit dem Menschen. Er ist das aufgelöste Rätsel der Geschichte und weiß sich als diese Lösung.« 1

Diese tiefe Erkenntnis wurde unter dem Einfluss von Reformismus und Ökonomismus lange in der revolutionären und Arbeiterbewegung verdrängt. Die ICOR hat sich kritisch und selbstkritisch zu diesen schweren Versäumnissen geäußert und steht seitdem im internationalen Zusammenschluss gegen die imperialistische Ausbeutung von Mensch und Natur mit an vorderster Front!

Überall auf der Welt werden heute Menschen aktiv gegen die Umweltzerstörung.„System change, not climate change!“wurde zum Ruf einer neuen Klimabewegung v.a. der jungen Generation, die sich in den vergangenen Jahren in fast allen Ländern entwickelt hat. Gegen alle Versuche, den Kampf um Arbeitsplätze und den Umweltkampf gegeneinander auszuspielen, stellen die Arbeiter in ihren Kämpfen immer öfter auch Forderungen zum Schutz der Natur und verbinden diesen Kampf mit ihren Kämpfen um Arbeitsplätze, höhere Löhne und Arbeitssicherheit! Sie schließen Bündnisse mit den Kämpfen von indigenen Völkern und Kleinbauern, die von ihrem Land vertrieben werden, um zerstörerischen Tagebau zu betreiben.

Viele dieser Kämpfe entwickeln heute immer stärker eine antiimperialistische Stoßrichtung und nehmen mit einem sichtbaren antiimperialistischen und antifaschistischen Charakter Kurs auf einen vereinten internationalen Kampf. Die Gründung der Internationalen Antiimperialistischen Einheitsfront gegen Faschismus, Krieg und Umweltzerstörung (kurz: United Front) steht für das große Kampfpotential des Zusammenschlusses zwischen Arbeiter- und Umweltbewegung.

Die etablierte Umweltbewegung, die auf Verhandlungen mit Staaten und internationalen Institutionen hoffte, ist gescheitert. Ihre Einbindung in die Weltklimagipfel soll nur dem grün gefärbten Imperialismus Legitimität verleihen. Wer in Dubai beim COP 28 zusammen sitzt, sind die für die ökologische Katastrophe verantwortlichen Vertreter der umweltzerstörenden Monopole aus verschiedenen Sektoren und Staaten und einige NGOs, die direkt am Greenwashing beteiligt sind und alles tun, um antikommunistisch die revolutionäre Alternative zu diskreditieren. Chef des COP 28 ist ausgerechnet Sultan Ahmed al Dschaber, Chef des staatlichen Ölkonzerns Adnoc der Vereinigten Arabischen Emirate.

Entschlossene Aufrufe zum Boykott der COP 28 und angekündigte Proteste in aller Welt zeigen, dass immer mehr Menschen klar ist, dass die Umweltkatastrophe nicht durch ihre systematischen imperialistischen Verursacher behoben werden kann, die das System mit allen Mittel aufrecht erhalten wollen.

Die ICOR steht für den aktiven gesellschaftsverändernden Kampf der breiten Massen gegen jede Illusion in bürgerliche Reformprogramme. Wir bekämpfen aber auch jeden Fatalismus und Alarmismus. Nur der entschlossene Kampf um den Sozialismus kann die Einheit von Mensch und Natur wieder festigen, während der Imperialismus unweigerlich die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit zerstört. Für die breiten Massen äußert sich dies auch in steigenden Kosten und schlechter Qualität aller lebensnotwendigen Dinge.

Die ICOR ruft dazu auf, den 9. Dezember als weltweiten Kampftag zu verwirklichen. Betreibt eine breite Aufklärungsarbeit! Schließt Bündnisse! Organisiert Proteste! Demonstriert und kämpft auf den Straßen, in den Wohngebieten und Betrieben. Steigert die Organisierung der Massen an dieser Frage! Auch nationale und kontinentale Schwerpunkte können wichtige Zeichen setzen! Bewerbt euch zu den Protest-Delegationen nach Kolumbien2und Dubai3!

Unsere internationalistische Losung gilt:

Die internationale Arbeiterklasse muss die Führung in einem gesellschaftsverändernden Umweltkampf übernehmen! Organisiert zahlreiche Menschen, vor allem Jugendliche in den revolutionären Parteien und stärkt die ICOR und die antiimperialistische Einheitsfront gegen Faschismus, Krieg und Umweltzerstörung.

Es lebe der antiimperialistische Kampf der Arbeiterklasse und der Unterdrückten gegen die Umweltkatastrophe!

Entschlossener Kampf für den Sozialismus zur Rettung der Menschheit!

Vorwärts mit der ICOR und der Einheitsfront!

Unterzeichner (Stand 20.11.2023, weitere Unterzeichner möglich):

  1. PCPCI Parti Communiste Proletarien de Côte d'Ivoire (Kommunistische Proletarische Partei der Elfenbeinküste)

  2. UPC-Manidem Union des Populations du Cameroun - Manifeste National pour l’Instauration de la Démocratie (Union der Völker Kameruns - Nationales Manifest für die Etablierung von Demokratie)

  3. CPK Communist Party of Kenya (Kommunistische Partei Kenias)

  4. MMLPL Moroccan Marxist-Leninist Proletarian Line (Marokkanische Marxisten-Leninisten - Proletarische Linie)

  5. CPSA (ML) Communist Party of South Africa (Marxist-Leninist) (Kommunistische Partei Südafrikas (Marxisten-Leninisten))

  6. PCT Parti Comuniste du Togo (Kommunistische Partei Togos)

  7. PPDS Parti Patriotique Démocratique Socialiste (Patriotische Demokratische Sozialistische Partei), Tunesien

  8. SPB Socialist Party of Bangladesh (Sozialistische Partei von Bangladesch)

  9. NCP (Mashal) Nepal Communist Party (Mashal) (Nepal Kommunistische Partei (Mashal))

  10. PPRF Patriotic Peoples Republican Front of Nepal (Patriotische Volksrepublikanische Front Nepals)

  11. CPA/ML Communist Party of Australia (Marxist-Leninist) (Kommunistische Partei Australiens (marxistisch-leninistisch))

  12. БКП Българска Комунистическа Партия (Bulgarische Kommunistische Partei)

  13. PR-ByH Partija Rada - ByH (Partei der Arbeit - Bosnien und Herzegowina)

  14. MLPD Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands

  15. UC Unité Communiste (Kommunistische Einheit), Frankreich

  16. UPML Union Prolétarienne Marxiste-Léniniste (Marxistisch-leninistische proletarische Union), Frankreich

  17. KOL Kommunistische Organisation Luxemburg

  18. RM Rode Morgen (Roter Morgen), Niederlande

  19. UMLP União Marxista-Leninista Portuguesa (Marxistisch-Leninistischer Portugiesischer Bund)

  20. MLP Marksistsko-Leninskaja Platforma (Marxistisch-Leninistische Plattform), Russland

  21. RMP Российская маоистская партия (Rossijskaya maoistskaya partiya) (Russische Maoistische Partei)

  22. MLGS Marxistisch-Leninistische Gruppe Schweiz

  23. TKP-ML Türkiye Komünist Partisi – Marksist-Leninist (Kommunistische Partei der Türkei – Marxistisch-Leninistisch)

  24. MLKP Marksist Leninist Komünist Parti Türkiye / Kürdistan (Marxistische Leninistische Kommunistische Partei Türkei / Kurdistan)

  25. KSRD Koordinazionnyj Sowjet Rabotschewo Dvizhenija (Koordinierungsrat der Arbeiterbewegung), Ukraine

  26. UMU Union of Maoists of the Urals (Union der Maoisten des Ural), Russland

  27. UoC Union of Cypriots (Union der Zyprioten), Zypern

  28. PCC-M Partido Comunista de Colombia – Maoista (Kommunistische Partei von Kolumbien - Maoistisch)

  29. OAPCM Organización Apoyante del Partido Comunista de México (Unterstützerorganisation der Kommunistischen Partei Mexikos)

  30. PCP (independiente) Partido Comunista Paraguayo (independiente) (Kommunistische Partei Paraguays (unabhängig))

  31. PC (ML) Partido Comunista (Marxista Leninista) (Kommunistische Partei (Marxistisch-Leninistisch)), Dominikanische Republik

  32. PCR-U Partido Comunista Revolucionario del Uruguay (Revolutionäre Kommunistische Partei von Uruguay)

  33. BP (NK-T) Bolşevik Parti (Kuzey Kürdistan-Türkiye) (Bolschewistische Partei (Nordkurdistan-Türkei))

  34. ORC Organisation Révolutionnaire du Congo (Revolutionäre Organisation des Kongo), Demokratische Republik Kongo

Weitere Unterzeichner (nicht ICOR):

  1. SUCI(C)/Indien

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1 Ökonomisch-philosophische Manuskripte aus dem Jahr 1844, Marx/Engels, Werke, Bd. 40, Seite 536

2Die ICOR folgt dem Aufruf von Klima- und Umweltorganisationen, am 9. Dezember dieses Jahres eine Alternativkonferenz und Massenproteste in Kolumbien und der Welt zu organisieren. Sie ruft alle ihre Mitglieder am 9. Dezember nach Casanare/Kolumbien auf!

3Die ICOR wird auch vor Ort protestieren und ihre Positionen sichtbar machen!