Nur wenn wir Imperialismus, Faschismus und Kapitalismus besiegen, können wir die Menschen und den Planeten vor einer globalen Umweltkatastrophe retten
Vom 10. bis 21. November dieses Jahres findet in Brasilien die Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP 30) statt, und schon jetzt werden Aktionen koordiniert, um die Wirkungslosigkeit der imperialistischen Umweltpolitik anzuprangern, und sich für den Schutz des Klimas und des Lebens einzusetzen, unter anderem mit einem kämpferischen Gegengipfel.
Die Gier, immer mehr Reichtum und Macht in immer weniger Händen zu konzentrieren, bringt nicht nur Elend, sondern auch eine globale Umweltkatastrophe hervor. Die nicht nachhaltige Entwicklung, in deren Rahmen der Kapitalismus stattfindet, ist für den Menschen genauso zerstörerisch wie für die Natur. Es ist daher keine Übertreibung zu sagen, dass im Kapitalismus mit jedem erreichten Entwicklungsstand das Arbeiterblut und die in Fabriken und in die Umwelt ausgestoßenen giftigen Substanzen exponentiell zunehmen. Das Streben nach Maximalprofit des Kapitalismus gefährdet das Leben der Menschen und der gesamten Natur auf unserem Planeten in ernsthafter Weise. Auf der heutigen Entwicklungsstufe des Kapitalismus und Imperialismus ist nicht nur die Ausbeutung der Arbeiter, sondern auch der Natur untrennbar mit der kapitalistischen Produktionsweise verbunden. Der US-amerikanische Präsident Donald Trump bezeichnet sogar den Klimawandel als eine »Erfindung«. Die weltweite akute faschistische Gefahr mit ihrer Leugnung der menschengemachten Klimakatastrophe befeuert den Prozess, die Menschheit der globalen Umweltkatastrophe auszuliefern. Auch die imperialistischen Kriege und die Vorbereitung eines III. Weltkriegs sind eng mit grassierender Umweltzerstörung verbunden.
Unter anderem die Zerstörung der Ozonschicht durch die zunehmende Belastung der Atmosphäre mit giftigen Gasen zerstört das ökologische Gleichgewicht, das für die Harmonie zwischen den Komponenten der Ökosysteme notwendig ist. Wenn jetzt keine drastischen Maßnahmen ergriffen werden, werden die Vorteile der Entwicklung nicht ausreichen, um die durch sie verursachten Schäden rückgängig zu machen. Als Folge der globalen Erwärmung schmelzen die Pole der Erde. Krankheiten, insbesondere Hautkrankheiten, nehmen zu, ebenso wie Todesfälle durch Hitzestress. Tausende von Arten (Tiere und Pflanzen) sind vom Aussterben bedroht, während andere schon vor Jahren aus unserer Mitte verschwunden sind.
Die Umweltschäden sind nichts anderes als der Krieg der Imperialisten gegen Mutter Natur in ihrem maßlosen Streben nach Kapitalakkumulation. Imperialistische Kriege sind heute mit gnadenloser Umweltzerstörung verbunden. Der Völkermord am palästinensischen Volk ist auch ein vernichtender Ökozid in Gaza und Westjordanland.
Was im Vietnamkrieg passiert ist, ist ein offensichtliches Beispiel für die Geschichte dieses Verbrechens. Der US-Imperialismus, der sich außerstande sah, das vietnamesische Volk mit konventionellen Waffen zu besiegen, setzte chemische Waffen wie das Entlaubungsmittel Agent Orange ein, um die üppige Waldvegetation dort zu entlauben, die den Guerillakämpfern als Zufluchtsort diente. Diese Substanz wurde auch zur Vernichtung von Nutzpflanzen eingesetzt, um die Versorgung der Soldaten der Befreiungsarmee zu verhindern. Auf die Wälder Vietnams wurden 45,7 Millionen Liter dieses Entlaubungsmittels ausgebracht, das 1,6 Millionen Hektar Wald entlauben konnte, der aus der Umgebung mehr als 16 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr absorbierte.
In der Wirtschaft macht die aktuelle Katastrophe die landwirtschaftliche Produktion immer schwieriger, weil Pestizide und anorganische Düngemittel wahllos eingesetzt werden, die nicht nur die Umwelt verschmutzen, sondern auch die Produktionskosten erhöhen. Weitere verheerende Faktoren in der Landwirtschaft, die eine Folge der Erwärmung sind, sind Dürren und lang anhaltende Überschwemmungen, die die Produktion beeinträchtigen oder zu Totalverlusten führen.
Diese als El-Niño-Phänomen bekannten Ereignisse schaden nicht nur der Landwirtschaft. Denn die regelmäßigen Überschwemmungen in bestimmten Regionen verursachen durch die Zerstörung von Infrastruktur millionenschwere wirtschaftliche Verluste, vor allem aber bedauerliche menschliche Verluste.
Die Mentalität des Individualismus, eines der Hauptmerkmale der bürgerlichen Gesellschaft, wird von der herrschenden Klasse bewusst eingesetzt, das Denken und Verantwortungsbewusstsein für zukünftige Generationen zu untergraben. Die Bourgeoisie strebt zwanghaft danach, alle Reichtümer aus der Natur und der Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft an sich zu reißen um Profite und Macht auszuweiten.
Offensichtlich ist es unmöglich, im Rahmen des kapitalistischen Systems eine Lösung für die Umweltzerstörung zu finden. Es spielt keine Rolle, wie viele imperialistische Gipfeltreffen und Weltkonferenzen des Greenwashings abgehalten werden. Denn letztendlich sind die Gewinne derjenigen, die die Weltwirtschaft kontrollieren, wichtiger als die verheerenden ökologischen Folgen.
Aus diesem Grund macht die Internationale Koordination revolutionärer Organisationen und Parteien (ICOR) speziell den Imperialismus für die rasante Umweltzerstörung verantwortlich, mit der unser Planet konfrontiert ist. Die wahllose Ausbeutung natürlicher Ressourcen, vor allem in neokolonial abhängigen, ausgebeuteten und unterdrückten Ländern, ist eine der Hauptursachen dafür. Und generell machen wir den Kapitalismus dafür verantwortlich, weil er unersättlich nach Reichtum und Machtausdehnung strebt, ohne Rücksicht auf die Grenzen der Natur.
Eine sozialistische Gesellschaft hat dagegen die Einheit von Mensch und Natur als eine Leitlinie. So verwirklichte die Sowjetunion in ihrer sozialistischen Zeit eine großflächige Wiederaufforstung von Steppenlandschaften und die rasche Elektrifizierung des riesigen Landes vor allem durch Wasserkraft. In China unter Mao Zedong wurden die Volksmassen mobilisiert und geschult, um eine umfassende Kreislaufwirtschaft zu schaffen. Sie waren grundsätzlich auf dem richtigen Weg. Die „Umweltsünden“ die damals begangen wurden, waren vielfach darauf zurückzuführen, dass deren Folgen wissenschaftlich noch nicht erkennbar waren.
Deshalb rufen wir alle Mitgliedsorganisationen der ICOR auf, am Internationalen Umweltkampftag, dem 15. November, aktiv zu werden. Die systematische Verknüpfung von Umweltbewegungen mit anderen sozialen und politischen Kämpfen der Arbeiterklasse und der unterdrückten Völker kann eine große Kraft entwickeln.
Ebenso rufen wir alle Arbeiter der Welt und ihre echten revolutionären Organisationen dazu auf, sich entschlossener für den Schutz der Umwelt einzusetzen, der untrennbar mit der vollständigen Niederlage des Imperialismus, des Faschismus und des Kapitalismus verbunden ist.
Völker der Welt, vereint gegen Faschismus, Imperialismus und Kapitalismus, die für die globale ökologische Katastrophe verantwortlich sind!
Ja zum Leben!
Nein zum Tod!
Es lebe die Einheit von Mensch und Natur im Sozialismus!
Weitere Unterzeichnung möglich.
1. PCPCI Parti Communiste Proletarien de Côte d'Ivoire (Kommunistische Proletarische Partei der Elfenbeinküste)
2. ORC Organisation Révolutionnaire du Congo (Revolutionäre Organisation des Kongo), Demokratische Republik Kongo
3. UPC-Manidem Union des Populations du Cameroun - Manifeste National pour l’Instauration de la Démocratie (Union der Völker Kameruns - Nationales Manifest für die Etablierung von Demokratie)
4. MMLPL Moroccan Marxist-Leninist Proletarian Line (Marokkanische Marxisten-Leninisten - Proletarische Linie)
5. PCT Parti Comuniste du Togo (Kommunistische Partei Togos)
6. PPDS Parti Patriotique Démocratique Socialiste (Patriotische Demokratische Sozialistische Partei), Tunesien
7. SPB Socialist Party of Bangladesh (Sozialistische Partei von Bangladesch)
8. SPB(M) Socialist Party of Bangladesh (Marxist) (Sozialistische Partei von Bangladesch (marxistisch))
9. NCP (Mashal) Nepal Communist Party (Mashal) (Nepal Kommunistische Partei (Mashal))
10. RUFN Revolutionary United Front of Nepal (Revolutionäre Vereinigte Front von Nepal)
11. CPA/ML Communist Party of Australia (Marxist-Leninist) (Kommunistische Partei Australiens (marxistisch-leninistisch))
12. Krasnyj Klin Аб'яднання беларускіх камуністаў «Чырвоны Клін» (Verband der belarussischen Kommunisten "Roter Keil"), Weißrussland
13. БКП Българска Комунистическа Партия (Bulgarische Kommunistische Partei)
14. PR-ByH Partija Rada - ByH (Partei der Arbeit - Bosnien und Herzegowina)
15. MLPD Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands
16. UPML Union Prolétarienne Marxiste-Léniniste (Marxistisch-leninistische proletarische Union), Frankreich
17. KOL Kommunistische Organisation Luxemburg
18. RM Rode Morgen (Roter Morgen), Niederlande
19. UMLP União Marxista-Leninista Portuguesa (Marxistisch-Leninistischer Portugiesischer Bund)
20. RMP Российская маоистская партия (Rossijskaya maoistskaya partiya) (Russische Maoistische Partei)
21. MLGS Marxistisch-Leninistische Gruppe Schweiz
22. TKP-ML Türkiye Komünist Partisi – Marksist-Leninist (Kommunistische Partei der Türkei – Marxistisch-Leninistisch)
23. MLKP Marksist Leninist Komünist Parti Türkiye / Kürdistan (Marxistische Leninistische Kommunistische Partei Türkei / Kurdistan)
24. KSRD Koordinazionnyj Sowjet Rabotschewo Dvizhenija (Koordinierungsrat der Arbeiterbewegung), Ukraine
25. UoC Union of Cypriots (Union der Zyprioten), Zypern
26. PCP (independiente) Partido Comunista Paraguayo (independiente) (Kommunistische Partei Paraguays (unabhängig))
27. PC (ML) Partido Comunista (Marxista Leninista) (Kommunistische Partei (Marxistisch-Leninistisch)), Dominikanische Republik
28. PCR-U Partido Comunista Revolucionario del Uruguay (Revolutionäre Kommunistische Partei von Uruguay)
29. SUCI (C) Socialist Unity Center of India (Communist) (Sozialistisches Einheitszentrum von Indien (Kommunistisch))
30. CPPDM Chinese People's Party for the Defense of Mao Zedong (Die Chinesische Volkspartei zur Verteidigung von Mao Zedong)
31. BP (NK-T) Bolşevik Parti (Kuzey Kürdistan-Türkiye) (Bolschewistische Partei (Nordkurdistan-Türkei))