Organisiert die Solidarität mit dem Kampf gegen Arbeitsplatzvernichtung und Polizeigewalt

International Automotive Workers Coordination (IAC), 

Liebe Mitstreiter*innen in der internationalen Automobilarbeiterkoordination,

die Autoindustrie verschärft ihre Angriffe gegen die Automobilbelegschaften. VW will weltweit 100.000 Arbeitsplätze vernichten. Allein in Deutschland sollen vier Werke mit tausenden Beschäftigten geschlossen werden. Mercedes plant die Schließung eines Werks in Südafrika. Zwei Werke in China wurden bereits geschlossen. Der kapitalistische Konkurrenzkampf ist eine Vernichtungsschlacht die auf dem Rücken von uns Arbeitern ausgetragen werden soll.

In Deutschland verbreitet sich die Losung "Mitbestimmung durch Streik ab dem 8. Juli". Bei Mercedes hat gestern ein erster Streik stattgefunden. Wir schicken euch dazu einen Artikel aus der Sonderausgabe (3/26) der Zeitung „Vorwärtsgang“ mit, verfasst von und für Kolleginnen und Kollegen in den deutschen Werken von VW, Audi, Porsche und MAN.

Es ist offensichtlich, dass die VW-Führungsspitze enorme Angst vor einem Kampf der Arbeiter hat. Am Montag wurden sieben Verteiler der Kollegenzeitung "Vorwärtsgang" vor dem Audi-Werk Heilbronn verhaftet und in Handschellen abgeführt. Eine Unterdrückungsmaßnahme, wie sie es in Deutschland seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr gab.

Die VW- und andere Auto-Bosse zeigen ihr wahres Gesicht. Für den Maximalprofit schrecken sie vor nichts zurück.

Wir haben auf der 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz beschlossen: Kein Kampf darf mehr alleine stehen! Machen wir den Autokonzernen einen Strich durch die Rechnung!

Bitte verbreitet diese Informationen in euren Organisationen und organisiert die Solidarität insbesondere gegen die Polizeigewalt gegen Arbeitersolidarität.

Hoch die internationale Solidarität!

Sprecher der ICOG

Rainer Weinmann

Solidaritätserklärungen zur Weiterleitung bitte schicken an: contact@iawc.info

„Vorwärtsgang“, Hauptartikel, special edition 3-2026 30.06.2026:

Die Pläne des VW-Vorstands sind bitter ernst gemeint!

VW-Vorstandschef Blume schwor letzten Mittwoch den Vorstand auf die Vernichtung von 100.000 Arbeitsplätzen und vier Werkschließungen ein. Falls die Aufsichtsratssitzung am 9. Juli seinem Plan nicht folgt, will er diesen mit einer außerordentlichen Aktionärsversammlung im August gegen den Willen des Aufsichtsrats durchsetzen. Illusionen platzen wie Seifenblasen, „die Mehrheit im Aufsichtsrat, das VW-Gesetz oder irgendwelche Verträge schützen uns.“

Die Lebenslüge von der „Mitbestimmung“ ist offen gescheitert!

Jetzt hilft nur noch eins: MITBESTIMMUNG DURCH STREIK!

Der Vorstand muss schon vor der Aufsichtsratssitzung spüren, was die Belegschaft von diesen Plänen hält. Zeigen wir, dass es einen hohen Preis hat, sich mit uns anzulegen! Kein Auto, kein Getriebe, keine Achse und kein Ersatzteil wird produziert oder verlässt das Werk.

Alle Belegschaften des VW-Konzerns gemeinsam. Auch andere Belegschaften aus der Autoindustrie oder bei Zulieferern, anderen Branchen müssen sich solidarisieren. Monopole und Staat erklären uns mit ihren Angriffen als Arbeiterklasse in ganz Europa den Kampf. Wir sind geschlossener und besser organisiert als diese Gegner, die kein Problem mehr gelöst kriegen. VW hat panische Angst vor unserer Antwort!

Am Montag rief die Audi-Geschäftsführung in Neckarsulm die Polizei. Sieben Verteiler des Vorwärtsgang und Leute von der MLPD wurden verhaftet und stundenlang erkennungsdienstlich behandelt. Was war ihr Verbrechen? Sie haben ihre Solidarität mit dem Kampf der Arbeiter erklärt. Da ist sie, die Diktatur der Monopole, die mit einem faschisierten Staatsapparat agiert. Die Solidarität auf breitere Grundlage stellen!

Unsere Antwort: Die Pläne des VW-Vorstands müssen vollständig vom Tisch!

AB 8. JULI: MITBESTIMMUNG DURCH STREIK!